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Wahre und mit unwidersprechlich-Evangelischen Gründen Behauptete Lehr, Von der Nothwendigkeit dess Heiligen Tauffs : bey welcher zumal alles das widerlegt, was neulich in einer also-genandten Schrifftmässigen Verthätigung von einem Reformirten Doctore den Römisch-Catholischen opponirt, und entgegen gesetzt worden
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dem auff empfangenen Geist von dem Himmel herab / dieqndere Geburth mich in dnm neuen Menschen veränderet/wäre verwunderlich/daß mich alsobald in denen Zweifflen cr-holete; das Verfchloßne offen stunde; das Finstere leuchtete/vnd was zuvor schwer vnd unmöglich scheinte / das wäremöglich/ ja leichtlich gemacht. Sihest da in einem kurtzen Be-griff/ die Krafst vnd dieWürckungdeß Tauffs.

Sechflens vnd endlichen / wird bey denen Erwachsenen die Büßallzeit in sich Messen / den Wunsch vnd den Vorsatz gctaufft zu wer-den/( dann wie tönte einer bußfertig seyn vnd heiffen/wann er nit denVorsatz vnd Willen hatte/zu halten die Gebott Gottes / darunter dieEmpfahung deß Tauffs/eines von den vornehmsten ist/Marti Ulti-mo) vnd deßwegen bleibt allzeit wahr/daß der Tauff ein Mittel vndBeding seye/ohne welches die Sünden nit nachgelassen werden.

XII,

Achter Einwurffdeß Widersacher d§um..rv.Md u. DieCatho-lische thun Gewalt an denen Worten Petri Act. r.v. ;8. da sie lehren-der Tauff gehe vor/hernach folge die Reu der Sünden/vnd die Buß-vnd also komme man in das ewige Leben.

Antwort. Erstlich ist keinem von denen Catholischen jemalen zuSinn kommen / was da der Widersacher erfindet / daß sie sagen / derMensch müsse erstens gemufft werden /vnd dann Reu vnd reyd ha-ben. Vilweniger lehren die Catholischen / es werde erst nach demTauff versprochen/ daß wir erwählt / vnd zu verewigen Erbschafftauffgenommen werden; das alles wird mit gro/sem Vnrecht denenCatholischen zugelegt/vnd darmit die Schwachheit seiner Sach anden Tag gegeben / welche nit änderst / dann mit so vnanständigenKunst - Griffen zubehaupten gesucht wird; das allein sagen die Ca-tholische/ daß die Erhaltung deß ewigen Lebens denen Menschen nitlediglich versprochen worden/sondern mit Beding/wann ncmlichcnsie in Christum glauben/ vnd darnach Büß würcken/ sodann getaufftwerden/vnd endlichen die Gebott Gottes halten: Daß deme also/istin der Heil.Schrifft so klar / daß man sich verwundern kan / ab derZuversicht deß Widersachers/ der verneinen darff/was so haitcr vndoffenbar ist; hat dann Christus nit qesagt Marc. i6. Wer da glaubtMb geranffk wird/ der wird seelis - weßwegen der Glaub vnd der Tauff

Beding