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Wahre und mit unwidersprechlich-Evangelischen Gründen Behauptete Lehr, Von der Nothwendigkeit dess Heiligen Tauffs : bey welcher zumal alles das widerlegt, was neulich in einer also-genandten Schrifftmässigen Verthätigung von einem Reformirten Doctore den Römisch-Catholischen opponirt, und entgegen gesetzt worden
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indem es von heiligen Eltern gebohren ist / theils weilen bist StellSt.Pauli also auslegt der Heil. Augustinus Üb. de peccatormameritis } S.Hieronymus epist. ls).VNd bey dem ldieronymo ^r-.ruiüanus, endlichen aus den Worten deß Apostels sclbsten l. Co-rinth. 7.V. i r. 1; . 14. 16 . welche also reden : So ein Bruder hat einvngläubigs Weib/vnd dasselbe williget bey ihmezu wohnen/ der solleSnir verlassen; vnd hat ein vngläubigs Weib einen gläubigen ManN/VNddas Weib williget bey ihm zu bleiben/ das soll der Mann nik verlassen/dann der vngläubige Mann ist gcheiligec durch das gläubige Weib / vnvdas vngläubige Weib ist geheiliget von dem gläubigen Mann / sonstenwären euere Krndcr vnrein/ nun aber seynd sie heilig; was weißt du aberdu Weib/ ob du den Mann stetig werdest machen; oder du Mann/wasweist du / ob, du das Weib werdest seelig machen 1 Allda mrrcke dieWort: Was weist du aber du Weib / ob du den Mann seelig werdestmachen? Da zeigt ja St. Paulus haiter vnd klar/was Massen einvnglciubiger Mann nit eben darumben/ daß er ein gläubiges Weissrur Ehe hat/ gleich heilig vnd seelig werde/ sondern daß solche Ehe einZubereitung der Hoffnung mache / zu der Bekehrung. Ein gleicheMeinung hat es mit denen Kindern; dann wie St. Paulus von demvnglaubigen Mann geredt: Nun aber ist der vngläubige Mann gehet»liger durch das gläubige Weib; also auch von denen Kindern: Runaber seynd sie heilig/vnd dahero seynd beede zuverstehen von der Hei-ligkeit/so wol der Kindern als der Eltern/ welche nit gegenwärkig/son-dern zukünffrig ist/ vnd in der Hoffnung bestehet. So ist demnachdeß Gegentheils vornehmster Einwurff warhaffcig gantz nichtig/vndohne Grund/welches ei-selbsten bekennen muß/ da er in gegenwärti-ger Schrifft Num. xx. widerrufst/ vnd zurück nimbtseine Meinung/die sein gründliche Vnrerweisung gelehrt hat Num.7. ad fincm.

Der Widersacher setzt hinzu: Der Catholischen Auslegung komethme lächerlich vor/dieweilen erfolgtt/daß dieKinder aus gläubigen Elternrrbohren/keinen mehrern Vortheil hatten/wann sie durch den Tauffmüs-sen geheiliget werden/ indemc die Kinder der Tnrcken vnd Vnglaubigen/auch eben auf solche Weiß durch den Tauff die Stetigkeit erlangen tönen.

Antwort. Jedem vernünftigen Vrtheil wird überlassen / ob nitder gröste Vortheil / vnd gröste Gutthat GOttes seye/ehender ausgläubjgen/als vngläubigen Eltern gebohren zu seyn t ob schon auch dieKinder eines Türcken können zu dem wahren Glauben bekehrt wer«den/ vnd den Tauffempfangen/so geschicht doch solches gqr wenig/wo

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