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Beiträge zur Kenntnis des modernen Volksschulwesens von Frankreich : mit Berücksichtigung der übrigen auf der Pariser Weltausstellung vertretenen Länder / von Franz Kémeny
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Beiträge zur Kenntnis des modernen Volksschulwesens von Frankreich.

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grave.) Manuel gnral de Vinstructian primaire , journ, hebd. R£d.l Ch.Defodon, 56. Jg. (jährl. 6 Fr. mit Suppl. 11 Fr.). L'ami de Venfance,Organe bi-mensuel de la mtthode franqaise d'&ducation matemelle. R£d.: Kergo-mard-Defodon (jährl. 5 Fr.). L'fducation nationale, jour. gnral de Vena,prim. hebd. (j. 6 Fr) moniteur des aspirantes et des aspirants aux brevetsde capacitd etc. mensuel (j. 6 Fr. 50). Revue pidagogique } Organe du musCeptdagogique et de la bibliothegue centrale de- Venseignement primaire (j. 13 Fr. 50). Le volume, journ, hebd. des instituteurs et des institutrices (j. 8 Fr.). La 7 W-bune des instituteurs et des institutrices , bimens. (j. 4 Fr.). Linstruction primaire,journ. hebd. d'tducation pratigue, 11. Jg. (j. 711 Fr.).

B) Grofse Sorgfalt und bedeutende Opfer werden dem ge-werblichen Unterricht (emeignement pro/essionnel) gebracht.Die Wichtigkeit des Gegenstandes würde ein tieferes Eingehenerfordern, wir müssen uns jedoch damit begnügen, dem Lesereinige Typen jener in der Zukunft, ja bereits in der Gegenwartzu grofser Rolle berufenen Anstalten vorzuführen, welche imDeutschen am treffendsten mit gewerblicher Mittelschulebenannt werden und die in Frankreich stets aus höheren Volks-schulen herausgewachsen sind. Im Sinne einer ministeriellenÄufserung wird dort »jene praktische Erziehung verabreicht,welche geeignet ist, aus unseren Schülern thatkräftige Mitgliedereiner Nation heranzubilden, welche, was die Leitung ihrereigenen Angelegenheiten betrifft, auf sich allein angewiesen istund es bleiben will, einer Nation, die, wenn auch keinen klarenBegriff, so doch wenigstens den Instinkt dessen besitzt, dafsdie Zukunft in der Weltherrschaft den Männern des Handelsund der Industrie, den Männern der Wissenschaft und Freiheit,also jenen der Arbeit und des Friedens gehört.«

Die Ecole La Martinüre in Lyon wurde mittels einer Stiftungvon 1,700,000 Fr., denen sich andere Legate anschlossen, imJahre 1826 gegründet; ihr Budget stieg im Jahre 1889 aut191,000 Fr. »Diese Gewerbeschule ist dem Studium der imDienste der Industrie und des Handels stehenden Wissenschaftenund Künsten gewidmet. Sie hat die Bestimmung, externe Schülerbeiderlei Geschlechtes in einem dreijährigen unentgeltlichenKursus nicht für die Ausübung eines speziellen Handwerks vor-zubereiten, sondern dieselben zu befähigen, in einem beliebigenBerufe ihren Mann zu stellen, vermöge der Vorteile, welche miteinem offenen Verständnis, der Gewohnheit wissenschaftlicherDenkungsart, der breiten Unterlage des Unterrichtes und ins-besondere mit jener unbezwinglichen Arbeitslust verbunden sind,welche die Schüler von La Martiniöre vor allen auszcichnet.«

Die Aufnahmen finden auf Grund einer Prüfung im Oktoberstatt. Im ersten Jahrgang werden allgemein bildende Fächer,im zweiten noch ausführlicher Mathematik, Stilistik, dann Eng-lisch und Buchhaltungskunde, im dritten aufserdem Maschinen-

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