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Beiträge zur Kenntnis des modernen Volksschulwesens von Frankreich : mit Berücksichtigung der übrigen auf der Pariser Weltausstellung vertretenen Länder / von Franz Kémeny
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5°

Franz Kemeny.

mittel des höheren Unterrichtes (CI. 7); die verschiedenenArten des Fachunterrichtes sind bei den übrigen Klassen ver-teilt. Schon hier sei darauf hingewiesen, dafs in der sysfema-tischen und erschöpfenden Anlage der ganzen Ausstellung überalldas zielbewufste Eingreifen der Regierung im Vergleiche zuder französischen vorteilhaft zur Geltung kommt und das Über-wuchern privater Unternehmungen zum Nachteile der officiellenglücklich vermieden ist.

Aufs Einzelne übergehend, sei in dieser Richtung zuerstdas aus 15 grofsen Karten bestehende Riesenalbum angeführt,das in musterhafter Art den Stand des Unterrichtswesenskantonsweise veranschaulicht und den Titel führt: L'instructionpublique en Suisse. Cartes staiistiques clressSes par le bureau dumusie pidagogique de Zürich pour l’Exposition. Des Fernerenfinden wir auch hier eine reiche Auswahl von Lehrmitteln, ins-besondere zahlreiche Schulbankmodelle, Turnapparate (Arm-und Bruststärker von Tiraut-Largiader), Rechenapparate (fürBrüche von Hofstetter-Zürich und Maillard.-Neuchätel), Lehr-und Handbücher, worunter die prächtige Sammlung von OrellFüfsli & Cie-Zürich an erster Stelle genannt werden mufs.Einen hohen Grad der Entwicklung und eine entsprechendeVertretung weisen der Fach- und gewerbliche Unterricht auf,denen die folgenden kurzen kritischen Noten gewidmet seien,die wir an Ort und Stelle einem befreundeten Fachmann ver-danken. Die dekorativen Bau- und Maschinenzeichnungen desTechnikums Winterthur erscheinen dem Auge zwar sehrgefällig, sind jedoch wegen Mangel an Mafsen nicht praktisch,die Modellier-, Graveur-, Steinmetz-, Schlosser-Arbeiten undCompositionen der Ecole cantonale des arts industrielsde Geneve sind zum Teil mit einer künstlerischen Fertigkeitausgeführt, die bei Schülern nur in den seltensten Fällen anzu-treffen ist, die Zeichnungen der Gewerbeschule zu Ries-bach sind sehr methodisch, wenngleich in der Ausführungweniger rein, jene der höh. Volksschule in Thalheim teil-weise nach der Natur angefertigt, jedoch schwächer. — Vonweiblichen Anstalten sei die Ecole feminine d’arts etd’industrie in Zürich erwähnt, welche 188O gegr. externenund internen Schülerinnen praktischen Unterricht in Handarbeiten,Zeichnen und Malen, Buchführung, Haushaltung und Sprachenerteilt. Auf die Anhäufung fernerer Daten verzichtend, möchteich nur noch zweier Besonderheiten erwähnen : der Federationinternationale pour l’observation du dimanche inGenf, einer »christlichen, philanthropischen und socialen Ver-einigung, welche in verschiedenen Ländern etwa 30 Filialenzählt« und einer »Anleitung für die liebe Jugend« vonBaechtold-Zürich, welche die gar nicht .üble Idee enthält, bei