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Die zwei ersten Unterrichtsjahre dienen hauptsächlich der Erweiterungund Vertiefung der in der Volksschule erworbenen Kenntnisse. Vorndritten Jahr an teilen die Schiller sich in zwei Sektionen, eine für dieVorbereitung auf den Handel, die andere für die Vorbereitung auf dieIndustrie. Der Unterricht ist für diese beiden Sektionen verschieden,indem in der ersten Sektion mehr Gewicht auf Rechnen, neuere Sprachen,Handelsgeographie und Buchführung, in der zweiten mehr Gewicht aufNaturwissenschaften und Geometrie gelegt wird. Am Ende des drittenJahres findet ein Examen statt, welches, wenn es bestanden wird, dasesrtiüent ä'ötuäss priinnirss 8ux>6ri6ur68 gewährt. Das vierte Jahrist dann den Ergänzungsstudien gewidmet. Die Schüler dieses Studien-jahres zerfallen in vier Sektionen; erste Sektion: allgemeiner Fort-bildungsunterricht für diejenigen Schüler, die das Baccalaureat erstreben;zweite und dritte Sektion: besondere Vorbereitung für diejenigen Schüler,die in höhere Industrieschulen übergehen wollen (z. B- Schule für industriellePhysik und Chemie in Paris); vierte Sektion: Fortbildungsunterricht fürdiejenigen Schüler, die sich dem Kaufmannsstande widmen wollen.
In den Lehrgängen des dritten und des vierten Unterrichtsjahreshat jede eeols xrirauirW 8upöri6ui'68 für Knaben in Paris ihre be-sonderen Einrichtungen; in den Lehrgängen des ersten und zweitenUnterrichtsjahres aber stimmen die fünf Schulen dieser Art, die sich inParis befinden, genau miteinander überein. Diese fünf Schulen sind:Jean-Baptiste-Say, Turgot, Colbert, Lavoisier, Arago.
Ich habe in der Schule Jean-Baptiste-Say drei Unterrichtsstunden bei-gewohnt, einer Geographiestunde, einer englischen und einer deutschen Lektion.
Die Geographiestunde wurde gehalten in einer Klasse des zweitenJahrgangs. Die Klasse zählte 38 bis 40 Schüler im Alter von 15 Jahren.Der Lehrer ließ zunächst die Schüler einige Wiederholungsfragen beant-worten, wobei die Schüler recht gute Kenntnisse zeigten. Sodann hieltder Lehrer einen Vortrag über Australien (Festland und Inseln), Phi-lippinen, Karolinen und noch einiges andere. Der Vortrag war für michwirklich interessant, für manche Schüler schien er es weniger zu sein;wenigstens hatte ich stark den Eindruck, daß recht viele Schüler nur mithalbem Geist bei der Sache waren.
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