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Schulreden nebst einer Abhandlung über Schulfeierlichkeiten als Einleitung / von Carl Friedr. Wilh. Clemen
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Schaut umher in diesem Kreise!Nasse Augen hier und dort,

Seufzer laut und Seufzer leisePredigen das ernste Wort:

»Reiz und Kraft— sie sind so flüchtig!Glück und Freude sind so nichtig!Tausend Menschenwünsche bargUnerfüllt schon mancher Sarg!«

Reiz des Lasters, ach! oft rührteEr der Jugend schwaches Herz,

Lohnte dem, den er verführte,

Statt der Lust mit bitt'rem Schmerz.Ringsum drvh'n der schwachen JugendFeinde ihrer frommen Tugend.

Eine Stunde, unbewacht,

Wirft oft in des Elends Nacht.

Wehe Euch, Ihr Schwachen, wehe,Ständet Ihr verlassen da!

Aber wohl Euch! aus der HöheIst Luch Schutz und Leitung nah.Liebevoll und Euch zum SegenRufet Jesus Euch entgegen;

Gieb, o Jugend, mir Dein Herz;

Ich erheb' es himmelwärts!

Nun, so weihet denn ausss NeueIhm das Herz; der Tugend BahnWandelt stets mit fester Treue;

Gottes Segen folgt Euch dann.

Was Euch dann auch treffen mögeAuf der Zukunft dunklem Wege: —Ruhig schaut zu Gott Ihr auf!

Freudig endet Ihr den Lauf!

Die heilige Bedeutung dieser Stunde, die Euch, geliebteConfirmanden, noch einmal im gewohnten Kreise mit EuernLehrern und Mitschülern vereinigt; der hohe Ernst dieser Feier,die Sie, geehrte Ältern und Freunde dieser heranreifenden Ju-gend, mit inniger Theilnahme in unsre Mitte führte; das Freund-liche und Wehmüthige der Trennung, die von uns, theuereMitlehrer, Kinder nimmt, die aus Pflicht und Liebe unsermHerzen nahe stehen; — o! von uns Allen wird es lebhaft em-pfunden: es ist ein ernster, heiliger Augenblick, in welchem Ihr,