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lehrer selbst ertheilt werden solle oder wenn in neuester Zeit durchbesonders ausgebildete Turnlehrer, so ist ausgesprochen worden,daß man sich zu den Lehrern versehe, daß sie sich kräftig ihrerseitsdes Turnunterrichts annehmen werden. Bis jetzt wendet sichauch der Turnlehrer, wenn die Disciplin Schwierigkeiten bietet,nm Unterstützung an den Klassenlehrer, wenn diese einmal anden Turnlehrer sich wenden müssen um disciplinarische Hilfe,glaube ich, daß unsern Schulen die letzte Stunde geschlagen hat.
Wer je auf einem Turnplätze anders war, als etwa ausVeranlassung eines Turnfestes, der weiß auch, daß das Turnenin disciplinarischer Hinsicht besondere Schwierigkeiten bietet. Schondas regelmäßige Kommen, das bei den Latein- und Realschülernso viel wie keine Schwierigkeiten bietet, erfolgt hier nicht so gleich-sam von selbst. Da kommen Abhaltungen der verschiedenstenArt und es wird auch nie möglich sein, dem Publikum die Ueber-zeugung beizubringen, daß durch den Ausfall einzelner Stundender Schüler, sei es in Bezug auf Turnfertigkeit, i'ei es auf kör-perliches Gedeihen zurückbleibe, wie jeder nicht ganz gleichgiltigeVater den Ausfall von anderen Unterrichtsstunden als einen Nach-theil betrachtet. Eine weitere Schwierigkeit bietet beim Geräthe-turnen die Vertheilung in verschiedene Gruppen, wie einem Lehrer,der zwei oder drei Abtheilungen in seiner Schule hat, die ergleichzeitig beschäftigen muß, die Beaufsichtigung erschwert wird,und wenn schon hier die Vorturner eintreten, so hängt doch auchihre Autorität vornehmlich mir der des Lehrers zusammen und stütztsich auf dieselbe. So viel ich weiß, hat es überall der betreffendeKlassenlehrer übernommen die Verfehlungen, über welche der Turn-lehrer Klage führt, abzurügen, daß aber eine solche Stellung fehl'ungünstig ist, kann man nicht in Abrede ziehen und es wäre ge-wiß wünschenswerth, wenn für ihn irgend ein geeignetes Disci-plinarmittel ausfindig gemacht werden könnte. Ich gestehe daß ichkeines weiß. Vielleicht die englische Preisvertheilung?
Disciplin ist aber wichtig, denn das Turnen muß als Schni-Pensum, als Arbeit, nicht etwa als Erholung oder eine orga-nisirte Erholung betrachtet werden, und verliert mit der Ordnungseinen bedeutendsten Werth. Auch unsere Turnvereine sehen häufig