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Fremden her und führte ihn durch etliche ("fassen Ws nahezum Hause des Herrn Grün. Dann blieb er stehen, zeigte mitdem Finger hin und sagte: „Sehen Sie, dort in jenem grossenHause mit den grünen Fensterläden wohnt er“.
„Gut“, versetzte der Herr; aber warte noch, du sollsteinen Batzen bekommen, weil du mit mir gegangen bist.“Mit diesen Worten zog er den Beutel aus der Tasche. Bern-hard aber sprang munter davon und rief: „Nein, ich danke,es ist gern geschehen. Leben Sie wohl!“ Und bald daraufwar er wieder bei seinen Kameraden und spielte fröhlich mitihnen weiter (K. oi>ci.)
17. Spotte nicht über die Gebrechen anderer Menschen.
Barbara war ein frommes, fleissiges Kind; aber siehatte von der Wiege an schielende Äugen. Sie musste des-wegen oft von andern Kindern spöttelnde Beden anhören,besonders von einem Mädchen, das Anna hiess und sichauf seine Gestalt nicht wenig einbildete. Einmal sagte Annaspöttisch zu Barbara: „Bist du mir feind, dass du mich nichtgerade ansehen kannst?“ Barbara schwieg und dachte: Weilich mir das Schielen nicht abgewöhnen kann, so will ich michdesto sorgfältiger vor andern Fehlern hüten.
Bald darauf bekam Anna die Blattern. 0 weh, wie dieseihr Gesicht verunstalteten! -Ta, bald hätte sie dabei das rechteAuge verloren, und beide Augen blieben triefend. Als sie daserste Mal wieder in die Schule kam, getraute sie sich kaum,die Augen zu erheben und hielt ihre Hände vor das Gesicht.Einmal fragte sie ein mutwilliges Kind spöttelnd, was ihrfehle, warum sie immer weine. Anna fing jetzt wirklich zuweinen an und bereute es ernstlich, dass sie vorher die armeBarbara so oft verspottet hatte.