Buch 
Deutsches Lesebuch für Sekundarschulen / von H. Utzinger
Entstehung
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Vorwort zur zweiten Huflage

Für bic zweite Auslage der Prosaabteilung des Lesebuches hat dieAbgeordnetenversmumlung der Schulkapitel eine Reihe von Wünschenausgesprochen, die aus eine völlige Neubearbeitung des Lehrmittels nachAnlage und Inhalt abzielten.

Die Anlage betreffend wurde gewünscht, daß der Lesestoff in zweiTeile auszuscheiden sei, von denen der eine für die erste, der anderefür die zweite Klaffe bestimmt sein soll, während die dritte Klasse inder Wahl des Lesestoffes grundsätzlich frei zu lassen, also im Lesebuchnicht zu berücksichtigen sei. Diesem Wunsche konnte zur Zeit nicht ent-sprochen werden; eine Gliederung des Lesebuches nach Klassen hat nurdann Berechtigung, wenn die einzelnen Teile Prosa und Poesie für diebetreffende Klasse enthalten. Nun ist erst 1905 der poetische Teil, derden Lesestoff für alle drei Klassen enthält, in neuer Auslage erschienen,die noch für einige Jahre ausreicht. Um jedoch dem Wunsche der Kapitelentgegenzukoiumen, hat der Erziehungsrat beschlossen, die zweite Auflagedes prosaischen Teils so zu bemessen, daß sie ungefähr gleichzeitig mitdem Vorrat des poetischen Teils erschöpft sein wird: vor Erstellung derdritten Auflage soll dann prinzipiell auf den Vorschlag der Kapitel ein-getreten werden.

Jnbezug auf den Inhalt wurde der stark realistische Charakter desBuches beanstandet und gewünscht, daß ein rein literarisches Lese-buch geschaffen werde; Lesestücke realistischen Inhalts seien nur soweitzu berücksichtigen, als sie zugleich sprachbildend-künstlerischen Wert be-sitzen. Dabei war die Ansicht mitbestimmend, daß die realistischen Lehr-mittel selber den zur.Vertiefung des Unterrichts notwendigen Lesestoffenthalten sollten, eine Forderung, deren Erfüllung zunächst bei der Er-stellung des künftigen Geschichtslehrmittels angestrebt wird. Es muß zu-gegeben werden, daß neben der großen Zahl von Fächern und Unterrichts-