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Der Statthalter von Schopfheim.
175 Seit's und goht in Wald und lueget an Himmel und briegget,Bis si d'Sternen in's Morgeliecht tunke und drinn verlösche.
Endli goht er au, doch luege mengmol enander
D'Mannen a und sage: „was fehlt doch echterst im Hauptma?" —
Aber 's Statthalters Tochter lit jez bim Ueli und stoßt en:
180 „Schnarchte mer doch nit so! Me cha jo nit nebe der schlofe!"Und der Ueli zuckt und streckt si: „„Vreni, wie isch mer?"" —„He, wie wird's der si?" — ,,„J ha ne bluetige Traum gha.Vreni, 's goht nit guet, i ha mi selber seh metzge.
Hen sie mi nit »erstochen und in der Büttene brüeijet,
185 Mitteln Messer gschabt? De glaubsch nit, wie's mer so weh tuet!""Aber 's Vreueli seit: „he, 's macht nüt. Chunnt der nit mengmolOebbis für? Jez isch es d'Sau, drum hesch di seh metzge."
Aber 's Uelis Schlof isch us und schweri GidankeChämpfe bis an Tag mit sine zerrüttete Sinne,
190 Bis er 's Kaffi trinkt, bis 's Vreneli Suppen ischnidet,
Bis en alte Ma verzagt zur Stubetür itritt:
„Chümmi, Reckholderbeeri! Will nieme nüt chrome do inne?" —„„Nei, der löset nüt!"" — „Drum isch's mer au nit um's Löse!Chönnti, Meister Ueli, mit euch e wengeli rede?
195 Isch das eui Frau, se mag sie's hören, es schadt nüt.
Nächte fahrt selb feuft mit War der Wise no abe,
I, mi Rößli, mi Bueb und 's Richterlis Rößli und Matthis.Womer an Farnau chömme, se stoht's voll Mannen und BuebeLinks im Wald, und an der Straß e luftige Kerli.
200 's Stoht e Wibsbild binem, es mag e suferi gsi si,
Wenni's unter Hundert sieh, se willi's erchenne;
Het der Mond nit gschienen und hani d'Auge nit bimer?
So viel hani ghört: 's isch gfluecht, der Ueli mueß sterbe!
Woni neben abe gang, se seit er's zum Wibsbild.
205 Witers weiß i nüt und witers chani nüt sage;
Warten isch nit guet, me lost und wandlet si's Wegs fürt.Bhüetich Gott, i gang, und tüent jez selber, was guet isch!" —Wie het 's Vreneli glast! Doch bhaltet's verständigt Bsinnig,„Hesch en denn nit gmerkt, es isch em nummen um Brenz gsi?"210 Aber 's Ueli's Ghör isch weg, er lit in der Ohnmacht,d'Auge stöhn verchert, me sieht fast nüt meh vom Schwarze,d'Zungen isch em glähmt, sie luegt vor usen und chölschblauIsch er bis an Hals. Me holt der Meister vo Hage,
Holt vo Zell der Dokter-Friedli, 's isch em nit z'helfe.
215 Friedli, du hesch d'Wohret gseit, der Ueli mueß sterbe!
Vormittag isch's so und Nomittag isch's änderst.