Buch 
Schweizerischer Jugendfreund : illustriertes Lesebuch für die Oberstufe der Volksschule
Entstehung
Seite
VII
JPEG-Download
 

VII

dürfnis, aus einer solchen Sammlung jederzeit mit raschem Blicke dasherauszufinden, was er gerade braucht, dient besser als jede weitereGliederung des Buches selbst das dreifache Register, das wir zu diesemZwecke beifügen.

Die einzelnen Stücke haben wir so viel als möglich aus denQuellen geschöpft und diese, oder dann die benutzten Lesebücher, ge-wissenhaft angegeben. An der Darstellungsart anerkannter Schriftstellerhaben wir ohne Not nichts geändert, vielmehr da und dort in denLesebüchern üblich gewordene willkürliche Abänderungen wieder durch dieursprünglichen Formen ersetzt.

Als Norm für die Rechtschreibung ergab sich von selbst die inder deutschen Litteratur bis auf wenige Ausnahmen allgemein übliche.

Gegen die Regel:wenn Illustrationen aufgenommen werden,dann nur gute!" glauben wir nicht verstoßen zu haben. Wir schautenin erster Linie auf gemüt- und lebensvolle Darstellungen.

Den Preis hat der Verleger so niedrig als möglich gestellt. Werdie große Bedeutung eines solchen Buches, mit dem die Schüler jahre-lang arbeiten, und das in gewissem Maße zu einer Grundlage ihrerBildung wird, bedenkt, den werden die Kosten nicht reuen, sofern ihmderJugendfreund" überhaupt gefällt.

Antrieb und Mut zu solch mühevoller Arbeit kamen uns aus derimmer weitere Kreise erfüllenden Überzeugung von der dringenden Not-wendigkeit einer intensiveren Gemüts- und Charakterbildung, und ausdem innigen Wunsche, in diesem Sinne unsrer schweizerischen Volks-schule und damit der lieben vaterländischen Jugend, oder doch wenig-stens einem Teil derselben, nach dem bescheidenen Maß unserer Kräftezu dienen. Ob derJugendfreund" zu diesem Dienste geschickt sei, da-rüber muß nun er selbst sich vor den verehrt. Zunftgenossen ausweisen,denen er hiemit zu wohlwollender Aufnahme angelegentlich empfohlen sei!

Im Februar 1900.

Die Verfasser.