lind uns zu Liebe schmücken ja sich Wiese, Berg und Wald,und Vogel singen fern und nah, daß alles wiederhallt.
Bei Arbeit singt die Lerch' uns zu, die Nachtigall bei süßer Ruh.
Und wenn die goldne Sonn' aufgeht und golden wird die Welt,wenn alles in der Blüte steht, und Ähren trägt das Feld,dann denk' ich: Alle diese Pracht hat Gott zu meiner Lust gemacht.
Dann preis' ich Gott und lob' ich Gott und schweb' in hohem Mutund denk': Es ist ein lieber Gott und meint's mit Menschen gut!Drum will ich immer dankbar sein und mich der Güte Gottes freu'n.
73. 's Murerchlause Taveri.
Solothurner Mundart von Joseph Joachim.
3E^e het em d'r Murerchlausi gseit. Nes brävers Mannli het'snit gä unter d'r Sunne. Er het im-ene chline, einsame Hüsli gwohnt,am Bähnlistutz ane, dort, wo d'r Wegwyser stoht und 's steinig Chrüzd'rnebe. Das Hüsli, nes ghübligs fhügeligj Acherli, nes magers Chüeli,si ehrlig Name und acht unerzogene Chinder, das isch si ganz Richtumgsi. Und doch het'r si durch Flyß und Sparsamkeit wacker dure gschwunge,ihn und die großi Familie, i gueten und böse Tage. Einisch aber am-ene Morge het's gheißen im Dorf: „S' Murerchlause Frau ischt hinechtgstorbe, am Bluetsturz. D'r Chlausi tüe gar schröckli letz und wüßemschier nit z'helfe."
Nes Unglück chunnt selten ellei. I paar Woche druf chunnt d'rChlausi d'r Rotlauf über am linggen Arm; d'Gschwulst loht si im Herzzue, und i drei Tage lit au er da, bleich und gstyf .... „O jere, diearme Chind!" hei d'Lüt gseit. Und d'Gmeinröt si hi 'gange i das Hüsliam Rein und hei alls ufgschriebe und gschatziget. Und d'r Amme hetgseit: „So, dir guete Chinder, jetz müeßt d'r halt usenand! Es si ordliSchulde do, und d'Lüt wei Geld. Und dir sid halt z'jnng für z'huse.Drum wird jetz alls v'rchauft; die Größere chönne s'Esfe selber verdiene;die Chleinere aber werde v'rchostgeldet. So het's d'r Gmeinrot bschlosse."
Do hei die Bueben und Meitschi afo briegge, s'isch zum Erbarmegsi, und 's Eveli het 's chlei Büebli ume Hals ume gno und het gschraue:„I go nit vo-d'r-ewegg, gell Hansli!" Nume d'r größer Bueb, d'rLaven, het nit gschraue; dä isch im Ofeneggli gsesse und het i eis Lochine gluegt. „Und du, Laven, was wotsch du afoh?" „Was ig afoh