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Schweizerischer Jugendfreund : illustriertes Lesebuch für die Oberstufe der Volksschule
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indessen wieder genesen. Jeder dankte seinem Retter aufs innigste,und die ganze Gemeinde blickte mit Bewunderung auf die beiden Männer,die soviel Besonnenheit, Mut und Hingebung bewiesen hatten.

88. Auf einem Grabe.

Joh. Peter, Hebel, Allemannische Gedichte. (Gekürzt.)

Ludwig Richter.

De schlofsch und achtisch 's Unrueih nitim Chilchelurn di langt Nacht,und wenn der Wächter Zwölfi rüeftim stille Dorf.

Und wenn's am schwarze Himmel blitzt,und Gwülch an Gwülch im Donner chracht,se fahrt der's Wetter übers Grah,und weckt di nit.

Und was di frlieih im Morgerotbis spot in d'Mittnacht bchümmeret het,Gottlob, es ficht di nümmen aim stille Grab.

^lchlos wohl, schlof wohl im chüele Bett!de ligsch zwor hert uf Sand und Chies;doch spürt's di müede Rucke nit.

Schlos sanft und wohl!

De schlossch und hörsch mi Bhiiet-di-Gott,de hörsch mi sehnli Chlage nit.

Wär's besser, wenn de's höre chönntsch?Nei, weger nei!

O 's isch der wohl, es isch der wohl!Und wenn i numme by der war,se wär scho alles recht und guet.

Mer tolten* is!

*tole -- dulden, sich vertragen.