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Schweizerischer Jugendfreund : illustriertes Lesebuch für die Oberstufe der Volksschule
Entstehung
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291
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es fahrt kei Wage us der Ferni her;

kei Husthür gahret, und kei Otem schnnft,

und uit einol e Möhuli fUnkef rüeft im Bach.

's lit alles hinterm Umhang iez und schlaft;und öb mit liichtem Fließ und stillem Tritte Geist vorüber wandlet, weiß i uit.

Doch, was i sag, ruuscht nit der Tuch fKanals? Er schießt

im Leerlauf ab am mücde Mühlirad;

und näume schluckst der Iltis unterm Dach

de Treuste no, und lueg, do obe zieht

vom Chilchturn her en Ühl im stille Flug

dur d'Mitternacht, und hangt denn uit im Gwülch

die groß! Nachtlaterne dort, der Mond?

Still hangt sie dort, und d'Sterne flimmere,wie wemmcu in der dunkle Regenackst,vom wite Gang ermattet, uf der Stroßan d'Heimct chunnt, no kein! Dächer siehtund numme do und dort e fründli Liecht.

Mie wird's mer doch uf eimol so kurios?wie wird's mer doch so weich um Brust und Herz?as wenn i briegge möcht, weiß nit worum;as wenn i 's Heimweh hätt, weiß uit — no was.

„Koset, was i euch will sage! D'Glocke het Zwölfi gschlage.

Und isch's so schwarz und finster do, se schine d'Sternli no so frohund ns der Heimet chunnt der Schii; 's mueß lieblig in der Heimet sy!

Was Willi? Willi übere Chilchhof gohins Uulerdorf? Es isch mer, d'Thür feig off,as wenn die Toten in der Mitternacht»s ihre Gräbere gingen und im Dorfe wenig luegtcn, öb no alles ischwie almig. 's isch mer doch bis dato kenbigegnet, aß i weiß. Denkwohl i thne'sund rücf de Tote — uei, sell thuen i nit!

Still will i uf de stille Gräbere goh!