14«. Zum neuen Jahr.
Karl Geros, Palmblätter.
Aum neuen Jahr den alten Vater,des starker Arm die Welten hält;er hat sein Volk seit grauen Tagenauf Adlersflügeln treu getragen,ihm sei die Zukunft heimgestellt;zum neuen Jahr den alten Vater,des starker Arm die Welten hält!
Dum neuen Jahr den neuen Segen,noch Wasser g'nug hat Gottes Born;harrt fröhlich sein, ihr Kreaturen,bald deckt er die beschneiten Flurenmit grüner Saat und goldnem Korn;zum neuen Jahr den neuen Segen,noch Wasser g'nug hat Gottes Born!
Dum neuen Jahr die alten Sorgen,noch sind wir nicht im Jubeljahr;noch wallen wir auf Pilgerwegenbergauf und -ab in Sonn und Regen,noch gilt's zu kämpfen immerdar;zum neuen Jahr die alten Sorgen,noch sind wir nicht im Jubeljahr!
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen,die Erde wird noch immer grün;auch dieser März bringt Lerchenlieder,auch dieser Mai bringt Rosen wieder,auch dieses Jahr läßt Freuden blühn;zum neuen Jahr ein neues Hoffen,die Erde wird noch immer grün!
Dum neuen Jahr den alten Glauben,in diesem Zeichen siegen wir;
Glück zu, mein Volk, auf allen Bahnen,entrolle kühn der Zukunft Fahnen,doch Christus bleib' das Reichspanier;zum neuen Jahr den alten Glauben,in diesem Zeichen siegen wir!