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Schweizerischer Jugendfreund : illustriertes Lesebuch für die Oberstufe der Volksschule
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12. Ihm ist, als hab' es Gott bejaht, und kühn erwächst ihm Will' und Rat.Dort laust den steilen Bergeshang ein hoher Tannenwald entlang;

ein Pfad lockt in die Waldeshalle, der dichtumschattet abwärts führtund unversrhns in jähem Falle im tiefsten Abgrund sich verliert.

13. Den schlägt er ein; die Hand aufs Herz, das feste Auge himmelwärts,fliegt er des Wegs zur Felsenwand und stürzt sich von des Abgrunds Rand.Noch flammt die Leuchte im Gesträuche; die Schweden folgen ihrem Schein:Und drunten deckt des Normanns Leiche der Feinde zuckendes Gebein.

165. Bor der That halte Rat.

Sonst hielt man viel auf alten Brauch und Vätersitten, thu es auch!Eh du von einer weichst, schau hin! Ist auch vielleicht ein Segen drin?

Harms.

Am guten Alten in Treuen halten,

am kräftigen Neuen sich stärken und freuen

wird niemand gereuen. Geibel.

Die Alten zum Rat, die Jungen zur That. Wie man sich bettet,so schläft man auch. Debet Geld, so schweigt die Welt.

Es verdirbt viel Witz in eines armen Mannes Beutel.

Wenn man die Saite zu hoch spannt, so reißt sie.

Wer A sagt, muß auch B sagen.

Selbst ist der Mann. Gin Narr macht viele Narren.

Gin faules Ei verdirbt den ganzen Brei.

Je leerer Faß, je größrer Klang. Wer recht will. dem ist Wohl zu helfen.

Wie groß du für dich seist, vorm Ganzen bist du nichtig;doch als des Ganzen Glied bist du als Kleinstes wichtig.

Rückert.

Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzeswerden, als dienendes Glied schließ an ein ganzes dich an.

Schiller.

Wer an dem Wege baut, hat viel Meister.

Mancher durch seine Missethat seines Knechtes Knecht zum Herren hat.

Freldanl.

Erfahrung ist eine teure Schule. Alles vergeht, Tugend besteht.