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bloßen." — Also ritten sie miteinander in Paris ein, und zwar dasBäuerlein hübsch auf der rechten Seite des Königs. Denn das kannnie fehlen: Was die liebe Einfalt Ungeschicktes thun kann, sei es guteMeinung oder Zufall, das thut sie. Aber ein gerader und unver-künstelter Bauersmann, was er thut und sagt, das thut und sagt ermit ganzer Seele, und sieht nicht um sich, was geschieht, wenn's ihnnicht angeht. Also gab auch der unsrige dem König auf seine Fragennach dem Landbau, nach seinen Kindern, und ob er auch alle Sonntageein Huhn im Topf habe, gesprächige Antwort und merkte lange nichts.Endlich aber, als er doch sah, wie sich alle Fenster öffneten und alleStraßen mit Leuten sich füllten und alles rechts und links auswichund ehrerbietig das Haupt entblößt hatte, ging ihm ein Licht auf.„Herr!" sagte er und schaute seinen unbekannten Begleiter mit Be-deuklichkeit und Zweifel an, „entweder seid Ihr der König oder ichbin's. Denn wir zwei haben noch allein die Hüte auf dem Kopf."Da lächelte der König und sagte: „Ich bin's. Wenn Ihr Euer Röß-lein eingestellt und Euer Geschäft besorgt habt, so kommt zu mir inmein Schloß. Ich will Euch alsdann mit einem Mittagssüpplein auf-warten und Euch auch meinen Ludwig zeigen."
Von dieser Geschichte her rührt das Sprichwort, wenn jemandin einer Gesellschaft aus Vergessenheit oder Unverstand den Hut alleinauf dem Kopf behält, daß man ihn fragt: „Seid Ihr der Königoder der Bauer?"
svrr. Die Marktweiber in der Stadt
Johann Peter Hebel, Allemannische Gedichte, 1806.
1. A chumm do us 's Rotshere Hus,'s isch wehr, 's sieht proper us;
Loch isch's mer, si heige-n-o Müeih undund allerlei schweri Gidanke, sNot„Chromed süeße-n-Anke!"wie's ebe-n-überall goht.
2. Jo weger, me meint, in der Stadtseig alles sufer und glatt;
die Here sehn eim so lustig us,und s'Chrüz isch ebe durane, >
„Chromed jungt Hahne!" .mengmol im properste Hus.
3. Und wemme gchämpst mueß ha,gahl's, meini, ehnder no a,
im Freie dusse, wo d'Sunn o lachtund Blueme-n-und Ähri schwanke,„Chromed süeße-n-Anke I"und d'Sterne flimmere z'Nacht.
4. Früeih, wenn der Tag «erwacht,was isch's nit für e Pracht!
Der lieb Gott, meint me, well selber cho,er seig scho an der Chrischone, ?
„Chromed grüeni Bohne!"und chömm jez enanderno.