In dieser Zuversicht ihn trug. Was Wunder,Dass ihn der Mann im Osten darum nieVom Finger liess, und die Verfügung traf,
Auf ewig ihn bei seinem Hause zuErhalten ? Hämlich so: Er liess den HingVon seinen Söhnen dem Geliebtesten;
Und setzte fest, dass dieser wiederumDen Ring von seinen Söhnen dem vermache,
Der ihm der liebste sei, und stets der liebste,
Ohn’ Anseh’n der Geburt, in Kraft alleinDes Eing’s, das Haupt, der Fürst des Hauses werSo kam nun dieser 1 Hing von Sohn zu SohnAuf einen Vater endlich von drei Söhnen,
Die alle drei ihm gleich gehorsam waren,
Die alle drei er folglich gleich zu liebenSich nicht entbrechen konnte. Hur von ZeitZu Zeit schien ihm bald der, bald dieser, baldDer dritte, — so wie jeder sich mit ihmAllein befand, und sein ergiessend HerzDie andern zwei nicht teilten, — würdigerDes Ringes, den er denn auch einem jedenDie fromme Schwachheit hatte, zu versprechen.Das ging nun so, so lang es ging. — AlleinEs kam zum Sterben, und der gute VaterKommt in Verlegenheit. Es schmerzt ihn, zweiVon seinen Söhnen, die sich auf sein WortVerlassen, so zu kränken. — Was zu tun ? —
Er sendet in geheim zu einem Künstler,
Hei dem er, nach dem Muster seines Ringes,
Zwei andere bestellt, und weder KostenHoch Mühe sparen heisst, sie jenem gleich,Vollkommen gleich zu machen. Das gelingtDem Künstler. Da er ihm die Ringe bringt,
Kann selbt der Vater seinen MusterringNicht unterscheiden. Froh und freudig ruftEr seine Söhne, jeden insbesondre;
Gibt jedem insbesondre seinen Segen, —