Begleite sie mit ihrem SchwüngeDes Lebens wechselvolles Spiel.
Und wie der Klang im Ohr vergehet,
Der mächtig tönend ihr entschallt,
So lehre sie, dass nichts bestehet,
Dass alles Irdische verhallt.
Jetzo mit der Kraft des StrangesWiegt die Glock’ mir aus der Gruft,
Dass sie in das Reich des KlangesSteige, in die Himmelsluft!
Ziehet, ziehet, hebt!
Sie bewegt sich, schwebt!
Freude dieser Stadt bedeute,
Friede sei ihr erst Geläute!
Fr. Schille
B. Die Satire.
41. Spindclinann’s Rezension der Gegend.
Näher muss ich jetzt betrachtenDiese Gegend durch das Glas;
Sie ist nicht ganz zu verachten,
Nur die Fern’ ist allzublass.
Jene Burg auf steiler HöheNenn’ ich abgeschmackt und dumm.Meinem Auge tut sie wehe,
Wie der Fluss, der gänzlich krumm.
Jene Mühl’ in wüsten KlüftenGibt mir gar zu rohen Schall,
Aber ein gesundes DüftenWeht aus ihrem Eselsstall.
Dass hier Schlüsselblumen stehen,,Hätt’ ich das nur eh’ gewusst!