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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Und verschwunden ist der Pfad.Unter sich die steile Höhe,Hinter sich des Feindes Nähe.

Mit des Jammers stummenBlicken

Fleht sie zu dem harten Mann,Fleht umsonst, denn loszu-drücken,

Legt er schon den Bogen an.

[ Plötzlich aus der Felsenspaltej Tritt der Geist, der Bergesalte.

Und mit seinen GötterhändenSchützt er das gequälte Tier.Musst du Tod und Jammersenden,

Ruft er,bis herauf zu mir?Raum für alle hat die Erde;Was verfolgst du meine Herde ?Fr. Schiller.

35. Die Rache.

Der Knecht hat erstochen den edlen Herrn,

Der Knecht war selber ein Ritter gern.

Er hat ihn erstochen im dunkeln HainUnd den Leib versenket im tiefen Rhein.

Hat angeleget die Rüstung blank,

Auf des Herren Ross sich geschwungen frank.

Und als er sprengen will über die Brück,

Da stutzet das Ross und bäumt sich zurück.

Und als er die goldnen Sporen ihm gab,

Da schleuderts ihn wild in den Strom hinab.

Mit Arm, mit Fuss er rudert und ringt,

Der schwere Panzer ihn niederzwingt.

L. Uhl and.

36. Die drei Lieder.

In der hohen Hall sass König Sifried:

Ihr Harfner, wer weiss mir das schönste Lied?Und ein Jüngling trat aus der Schar behende,

Die Harf in der Hand, das Schwert an der Lende.

Drei Lieder weiss ich; den ersten Sang,

Den hast du ja wohl vergessen schon lang:

Meinen Bruder hast du meuchlings erstochen!

Und aber: hast ihn meuchlings erstochen!