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Röhre sorgfältig aufschneiden. Dann treffen wir ihn endlich zu-unterst in der Röhre. Er liegt zwei bis vier ära tief in der Erdeund ist von den nächstjährigen Blattschuppen eingeschlossen. Wemwäre wohl in den Sinn gekommen, daß man bei einer Pflanzeden Fruchtknoten in der Erde zu suchen hätte! Gerade dadurchaber kann die junge Frucht vor der Zerstörung durch die Winter-kälte bewahrt bleiben.
4. Der Fruchtknoten schlummert nun im Erdreich, bis dieFrühlingswärme hinabdringt. Dann streckt sich das Stengelstückund hebt denselben und die Blattschuppen langsam ans Tageslichtempor. Dort breiten sich die Blätter aus. Die Sonne färbt siegrün, und sie fangen eifrig an zu arbeiten. Die Wurzeln fendenSäfte nach oben; die Blätter atmen Stoffe aus der Luft ein,nehmen die Sonnenstrahlen auf und bereiten neue Stoffe, die sie als-bald wieder nach unten senden. Und sind die Vorratsstoffe in deralten Zwiebel ausgezehrt, so werden auch alsbald neue angelegt.Die Blätter sehen so frisch und saftig grün aus, daß sie unterden Tieren viele Liebhaber fänden, wenn sie nicht gut geschütztwären. Und auch in der Erde gäbe es Mäuse, Maulwurfsgrillenund anderes Getier, welches das Fleisch der Zwiebelknolle gerneverspeisen möchte. Die Zeitlose hat aber alle ihre Teile miteinem brennenden Giftstoffe angefüllt. Das merken die Tiere baldund meiden sie.
5. Zwischen den Blättern der Herbstzeitlose finden wir imFrühjahr die Früchte. Es find grüne, länglichrunde Kapseln mitdrei Abteilungen, die mit vielen schwarzbraunen Samenkörnern ge-füllt sind. Bei der Reife springen die Kapseln auf, und die Samen-körner fallen zu Boden. Die wenigsten aber gelangen zum Keimen;denn sie müssen sehr tief ins Erdreich kommen. Daher ist es auchgut, daß die Körner im Sommer ausfallen; denn in jener Zeit istoft der Erdboden bis tief hinunter aufgesprungen, und so kanndoch etwa ein Körnlein ins Erdreich kommen und zum Keimengelangen. Sofern das aber nicht möglich ist, hat die Pflanzein den Zwiebelknollen soviel Nahrung aufgespeichert, daß darausim Herbste wieder eine Blüte wachsen und das Leben von neuembeginnen kann. Auch die Samenkörner sind giftig. Wenn ein