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schlüpft es durch das Laubwerk des Baumes. Nun sitzt es draußenauf einem Ast und schaut dich ruhig an. Du schreckst es mit demgeschwungenen Hute. Hinüber springt's zum nächsten Baum, derdoch ziemlich weit entfernt ist. Der lange, buschige Schwanz ist beimSprunge wie ein Ruder ausgestreckt. Auf den Boden kommt esselten; denn das Lausen geht nicht so gut, wie das Klettern.Wegen der Länge der Hinterfüße bewegt es sich nur hüpfend;dagegen schwimmt es außerordentlich leicht.
2. Die Nüsse stecken meistens in harten Schalen. Mit denfünf Zehen der Hinterfüße hält es sich am Aste und sitzt auf dem-selben. An den Vordersüßen hat es vier Zehen und einen ganzkurzen Daumen mit einem Nagel. Ungemein possierlich ist es an-zusehen, wie es mit den Vordersätzen eine Nuß hält, den schönenBuschschwanz und die Ohren mit den feinen Haarpinselchen geradeaufstellt und mit den lebhaft glänzenden Äuglein rings umherblickt.Zum Aufknacken der Nüsse hat es vorzügliche Zähne. Seine Schnauzeist spitzig und die Oberlippe gespalten. Das kommt ihm beim Zer-nagen der Tannzapfen sehr zustatten. Vorn stehen in jedem Kieferzwei lange, meißelförmige Schneidezähne. Dieselben sind ungemeinhart, und das Eichhörnchen muß nicht fürchten, daß sie ihm beimZerknacken der härtesten Nuß abbrechen. Vielmehr werden sie vomhäufigen Nagen nur noch schärfer, und wenn sie sich abnutzen, sowachsen sie wieder nach. Würde es gar nicht nagen, so würdenseine Schneidezähne immer länger und ihm zuletzt aus dem Mauleherauswachsen. Eckzähne fehlen ihm gänzlich. Sie würden ihmauch nichts nützen; es muß ja die Nußkerne nicht zerreißen, wiedie Katze das Fleisch; wenn es den Kern aus der Schale ge-knackt hat, muß es denselben nur noch zermalmen. Das geschiehtmit den breiten, stumpfen Backenzähnen.
3. Im Winter würde das Eichhörnchen aber keine Nahrungmehr finden, weil die meisten Samen im Herbste abfallen und mitSchnee bedeckt werden. Es sorgt aber im Herbste für den Winter,indem es Vorräte ansammelt. Kommt die kalte Zeit, so geht esin sein Nest, stopft alle Löcher zu und schläft. Sein Balg ist jetztdicht, fast grau, während er im Sommer rotbraun war. Nur etwaan einem schönen Wintertag wacht es auf und sucht nach seinen