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Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Appenzell Innerrhoden : viertes Schuljahr
Entstehung
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Geschichte.

Der heilige ßallus und das Kloster St. Gallen.

66 . Unsere Gegend in alter Zelt.

1. Vor tnehr als tausend Jahren sah es in unserer Ge-gend ganz anders aus als heute. Weite Strecken Landeswaren mit großen Wäldern bedeckt. So bildete die ganzeGegend an der Steinach, ivo jetzt die Stadt St. Gallen undverschiedene Dörfer stehen, einen ungeheuren Wald. Mannannte ihn den Arbonerforst. Da standen die Bäume sehrnahe beisammen, und es gab deren so große und alte, wieman sie heute in unserer Gegend nicht mehr findet. KeineStraße führte durch den Wald. Wildes Gestrüpp uitd dichtesGebüsch bedeckte den Boden. Viele Bäume waren halb umge-sunken, und auf der Erde lagen halbberfaulte Stämme. DieSteinach floß in vielen Krümmungen dahin mtd bildete daund dort Weiher und Sümpfe.

2. Jin Walde lebten viele wilde Tiere. Hasen undFüchse, Rehe, Geinsen und Hirsche gab es in großer Zahl.Bären und Wölfe verfolgten die kleinern Tiere. Ganze Rudelvon Wildschweinen wohnten in Sümpfen und wühlten grun-zend mit ihren Rüsseln die Erde auf. Sogar wilde Ochsen,Auerochsen genannt, durchzogen den Wald.

67 . Die Bewohner des Landes.

]. Als an der Steinach itvch eilte dichte Wildnis war,gab es mn Bodensee schon verschiedene Ortschaften, so Arbonund Bregenz. Die Bewohner hießen Alemannen. Von dortzogen einzelne Familien in den Arbonerforst hinauf. Siereuteten ein Stück Wald aus und bauten selbst das Haus.