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jedei- solle in seinem Lande Genossen werben, um gemeinsamdie alte Freiheit wieder zu erobern nnd die grausamen Vögtezu vertreiben. Auch beschlossen sie, hie und da zusammen-zukommen.
2. Als Versammlungsort bestimmten sie das Rütli, eineeinsame Waldwiese unter Seelisberg. Wenn mit Gottes Hilfesich ihr Hund mehre, dann solle jeder von ihnen zwei, dreioder mehr Männer, die weise und behutsam wären, mit insRütli bringen. Auch wurde abgeredet, die Sache bei einemEide geheim zu halten. Sie wollten zuwarten, bis alles vor-bereitet sei. Niemand sollte für sich selber etwas anfangenoder vornehmen. Sie wollten alles leiden, was ihnen die Vögteauch zufügen, bis sie mit Gottes Hille wohl gestärkt wären.Dann sollte gemeinsam beraten werden, wann und wie sie dieSache in allen drei Ländern an einem Tage angreifen wollten.
3. So' wurde dieses Ründnis von den drei wackernMännern in dem Lande Uri gemacht und mit einem Eidebeschworen. Daraus ist die Eidgenossenschaft entstanden.Werner Stauffacher führ bald darauf nach Schwiz, und Arnoldvon Melchtal ging nach Unterwaiden. Jeder warb in seinemLande, soviel qr mochte. Dies geschah alles im Herbst.
92. Der Bund auf dem Rütli.
1. Die drei Eidgenossen rührten sich derart, dass in allendrei Ländern die Mehrheit des Volkes heimlich in den Hundtrat und ihn beschwor. Dann wurde eine Zusammenkunftin das Rütli angesetzt. Jeder der drei Eidgenossen sollte zehnMänner mitbringen, die weisesten und klügsten des Landes.Da sollte beraten werden, wann sie die Sache angreifen wollten.Diese Versammlung wurde am Mittwoch vor St. Martinstaggehalten.
2. Die Versammelten berieten nun, wie und wann dieVertreibung der. Vögte geschehen solle. Die Urner undSchwizer wollten sofort voj gehen. Das war aber denen vonUnterwaiden nicht gelegen wegen der zwei starken Burgen