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Lesebuch für die deutschen Primarschulen des Kantons Graubünden : 4. Schuljahr / [P. Conrad und A. Florin] ; hrsg. vom Kleinen Rat
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2. Nun war Teil ein starker Mann und ein guter Schiffer.Er kannte sich auch wohl aus auf dem See. Da sprach einerder knechte zum Landvogt:Herr, Ihr sehet Eure und unsereGefahr und Not. Die Schiffsmeister sind erschrocken und desFahrens nicht wohl kundig. Nun ist der Teil ein starker Mannund kann wohl steuern und rudern. Man sollte ihn jetzt in derNot brauchen."

3. Der Landvogt war über die Wassernot gar erschrocken,zitterte und sprach zum Teil:Wenn du dich getrautest, uns ausdieser Gefahr zu helfen, so wollt' ich dich deiner Bande ent-ledigen." Teil antwortete:Ja, Herr, ich getraue mir, mitGottes Hilfe wohl uns aus dem Sturm zu reiten." Also wurdeer losgebunden, stand an das Steuerruder und fuhr redlichdahin. Doch blickte er heimlich beständig auf das Schießzeug,das zunächst bei ihm lag, und wartete auf eine Gelegenheit,hinauszuspringen.

4. Und wie er nahe zu einer Felsplatte kam, dünkte ihn,daß er daselbst wohl hinausspringen und entrinnen möchte. Errief den Knechten zu, kräftig aus die Platte zuzusteuern. Dannhätten sie das Schlimmste überwunden. Und als er dahin kam,drückte er den Hintern Teil des Schiffes mit Macht an die Platte,ergriff sein Schietzzeug und sprang hinaus auf den Felsen. DasSchiff stietz er mit Gewalt von sich in die tobenden Wellen.

5. Teil eilte nun durch das Land Schwiz bis auf die Höhean der Landstraße zwischen Arth und Kütznacht. Dort hielt ersich im Gesträuch an der hohlen Gasse verborgen. Er wußte,daß der Landvogt da vorbeireiten würde nach Küßnacht, aufseine Burg.

15. Wie Tell den Landvogt Getzler tot schotz.

1. Der Landvogt und seine Diener gelangten mit großerNot über den See nach Brunnen. Von da ritten sie durchsSchwizerland nach Küßnacht. Als sie in die hohle Gasse kamen,