3. Was wir still gelobt im Wald,wollen’s draussen ehrlich halten,ewig bleiben treu die Alten,bis das letzte Lied erschallt!
Lebe wohl, schirm’ dich Gott,du schöner Wald! Eichendorff.
36. Guter Rat kommt nie zu spat.
Jeder Vogel singt, wie ihm der Schnabel ge-wachsen ist. Wie man in den Wald hineinruft, soschallt es zurück. Von einem Streich’ fällt keineEich’. Das Wetter schlägt gern in hohe Bäume.Wo Holz gehauen wird, fallen Späne. Auf einengroben Klotz gehört ein grober Keil. Neue Besenkehren gut. Es ist nicht allen Bäumen die nämlicheRinde gewachsen. Wer andern eine Grube gräbt,fällt selbst hinein.
c) Am Teiche oder See.
37. Der Fischerknabe.
1. Es lächelt der See, er ladet zum Bade,der Knabe schlief ein am grünen Gestade;da hört er ein Klingen
wie Flöten so süss,wie Stimmen der Engelim Paradies.
2. Und wie er erwacht in seliger Lust,
da spielen die Wasser ihm um die Brust,und es ruft aus den Tiefen:
„Lieb Knabe, bist mein!
Ich locke den Schläfer,ich zieh’ ihn herein.“
Fr. Schiller.