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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
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16
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habe ich gehandelt, daß ich meinen sichern und ruhigen Aufenthalt (im Walde so voreilig verließ und die weisen Mahnungen meines jklügern Gesellen mißachtete! Wie wird es mir auf dieser öden -Heide ergehen, wenn nun der Winter herannaht! Schon jetzt fühle >ich meine Graste langsam erstarren, und wenn mir nicht bald ein !barmherziger Freund zu Hilfe kommt, so muß ich hier elendiglich !sterben und verderben." !

Indem das Bächlcin diese Klage vor sich hinmurmclt, dabraust aus einem Seitenthale ein stattlicher Strom in vollster Kraftdaher, mutig und feurig, wie ein Jüngling. Mit Aufbietung feinerletzten Kräfte wälzt unser Büchlein sich dem Strome zu und wirstsich erschöpft in dessen offene Arme. Wer aber beschreibt das Er-staunen, als es in seinem Retter den Gespielen der Jugend wieder-erkennt und von ihm erfährt, daß er den ganzen Frühling undSommer in der Verborgenheit des Waldes Nahrung und Kräftegesammelt, ehe er sich auf die Reise in die weite Ebene gewagt,dem Büchlein zur Rettung und zum Heil, sich selbst zur Freude,dem Menschen zum Nutzen, alle segnend und allgcsegnct.

10. Atiehe ßösc Gesellschaft.

Gine Witwe, Elisabeth hat sie geheißen, hatte zwei Söhne, die siegut und christlich erzogen hatte. Iaver war ein Sattler; Thomas wurdewegen seiner schwächlichen Gesundheit ein Schneider.

Fun mußten beide in die Iiremde. Weinend gab ihnen die Mutteröeim Abschied noch den Segen und gute Lehren mit auf den Weg indie weite, böse Welt.

Besonders lag ihr Aavcr am Kerzen; denn er war lebhaft undmachte oft lose Streiche und mußte deshalb manchmal zurechtgewiesen undbestraft werden. Am Thomas war sie weniger beiiüimncrt; denn er warstets still und eingezogen.

Wach drei Zähren kam Aaver wieder zurück. Gr war trotz der vielenGefahren und Ferführungen brav und gut geblieben. Wun war er dieIireude und die Stütze seiner Mutter. Er erzählte ihr, wie gut es ihm er-gangen, und wie er überall fromme Menschen und gute Witgescllcn ge- .troffen habe, die ihn vor dem Bösen warnten.

Sie Mutter sehnte sich nach der Wückkehr ihres Thomas, der nur :einmal einen Brief und dazu noch einen äußerst kurzen nach Kause ge- jjschickt hatte. Auch er kam zurück, aber ganz verändert. Gr war jetzt trotzig, |mürrisch und zornig und führte abscheuliche Wcden. Aber Gebet und |Airchenbesuch spottete er. Ganz dein Trunk und Spiel ergeben, entheiligte zer die Sonntage. Am Sonnlagsmorgen arbeitete er, und die Facht brachteer mit wüsten Gesellen in den Wirtshäusern zu. Am Montag war er .