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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
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bnrniebcrgckgeit, befand sich augenblicklich in großer Not und Be-drängnis und bat den Prinzen um 20 Thaler, damit er sich wieder^eder ankaufen könne.Wie viel habe ich noch in der Kasse?"kragte mit dem sichtbaren Ausdrucke des Mitleids der Kronprinz.)'lls ihm sein Kammerdiener antwortete:Fünfzig Thaler," be-fahl er, dem armen Manne in seinem Namen 20 Thaler zugeben »nd dazu Glück zu wünschen.

Erfreut und tief gerührt empfing der Handwerker diese Gabe.Als er aber wünschte, dem königlichen Prinzen feinen Dank ans-zuspreche», wies dieser den Wunsch zurück, indem er sagte:Es istgar nicht nötig; dies würde den armen Schuhmacher nur beschämen."

16. Die Krill'e und der Schmetterling.

^ Es saß eine kleine (grille im Grase und sah einen niedlichenSchmetterling auf der Wiese von Blume zu Blume fliegen. Wiekehr beneidete sie den Schmetterling um seine Schönheit und umdas herrliche Fnrbenspiel, womit der liebe Gott seine zartenFlügel geziert hat.Ach," seufzte sie,warum bin ich denn nichtw schön, als er, warum muß ich in allen Stücken so weit nach-stehen? Ich bin hier unbekannt und verachtet."

Über die Wiese daher kam eben eine Schar Kinder, Knabenund Mädchen.Heida!" schrien sie, als sie den Schmetterlingkaum erblickt hatten;seht doch den schönen Svmmervvgel; denmüssen wir einsangen!" Gleich ging's mit Hüten und Netzen,Tüchern und Händen hinter dem Schmetterling her, welcher endlichgefangen wurde, so sehr er zu entwischen sich bemühte.

Ein Knabe brach ihm unvorsichtig den einen Flügel beimZugreifen ab, und ein anderer drückte ihm das kleine Köpfchen ein.

Die Grille hatte alles mit angesehen.Ach!" sprach sie jetzt,»wenn diese Pracht und dieser Schimmer so viele Qual erregenwnnen, wie gut ist es, daß ich unbekannt und im Verborgenen lebe!"

17. Kardinal Matthäus Schinner.

Einer der berühmtesten Männer seiner Zeit war Matthäusschinner, Bischof von Sitten im Wallis und Kardinal derr °mischcn Kirche, Er war der Sohn armer Eltern und hüteteseiner Jugend die wenigen Ziegen seines Vaters. Arm-cli w ar seine Kleidung und elend seine Nahrung; aber ausuen hellen Augen des Knaben leuchtete ein klarer Verstand,