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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
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Der Ägerirötel ist etwas größer, als der Zugcrrötel; dagegen ister weniger zahlreich. Sein Fleisch svll zudem wohlschmeckender sein.Nebst dieser gesetzlichen Einschränkung der Fangzeit bestehen nochkünstliche Einrichtungen, um die Rötel svrtznerhalten, so die gut-besorgte Fisch brüt an st alt in Zug. Da werden jährlich vieleHnnderttausende von Rötel-Eiern, die den gefangenen Fischen abge-nommen werden, ausgebrütet. Die so gewonnenen Fischchcn werdendann wieder in den See gesetzt.

Um den Rötelfang zu ordnen und die Rechte und Pflichtender Netz- und der Angelfischer gegenseitig festzusetzen, bildete sichin Walchwyl schon im vorigen Jahrhundert eine eigene Fischer-gesellschaft. Seit 1844 hat sie eigene Statuten, welche 1898 revi-diert und mit den eidgenössischen und kantonalen Fischerei-Vorschriftenin Einklang gebracht wurden und die Genehmigung des Regierungs-rates erhielten.

Der Vorstand der Fischergesellschaft weist alljährlich jedem Fischerden Platz an, wo er dein Rötelfange obliegen dürfe. Jeder Fischerist verpflichtet, an der Neubekiesnng der Laichplätze, die jedes Jahrvorgenommen wird, mitzuhelfen. Nichtbefolgung der vom Vorständegegebenen Weisungen zieht Strafe nach sich.

Im Zuger-und Ägerisee werden jährlich ungefähr 115000Rötel gefangen. Das wirft einen schönen Gewinn ab; denn fürdas Stück zahlt der Händler durchschnittlich 20 Ets. In den letztenJahren hat der Handel mit dem Rötel einen bedeutenden Aufschwunggenommen. Man versendet ihn nach allen großen Schweizerstüdten,selbst über die Schweizcrgrenze hinaus, nach Deutschland, Frankreichund Östreich.

Die Rötel werden teils gebacken, teils in Saucen (Soscn)zubereitet. Sie sind ein gesuchter Leckerbissen. Nirgends aber werdensie wohl so schmackhaft gekocht, als an den Orten, wo man die gesuchtenFische fängt.

Man findet Rötelarten zwar in allen Schweizerseen; aber, keineist so wohlschmeckend und zart, wie diejenige des Zuger- und Ägeri-sees. Man hat daher den Zugerrötel auch in andere Seen ver-pflanzen wollen; die Versuche hatten aber bisher noch nicht den ge-wünschten Erfolg.

Aber zu welcher Fischgattung gehört der Rötel und wie siehter aus? Er ist eine Forellenart. Man unterscheidet See- und Bach-forellen. Die letzter» halten sich am liebsten in frischein Ouellwasseraus, die erster», zu denen auch der Rötel gehört, in Berg- undThalseeu. Aus dem Rücken ist er blaugrau, auf den Seiten gelb-