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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
Entstehung
Seite
75
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langt werden. Die Strohindnstrie bildet für den Kanton Freibnrgeine bedeutende Einnahmequelle. Es gab Jahre, in welchen überdrei Millionen Franken ins Land flössen. In Plasfeycn hat eineinziger Käufer während einem Winter für 50000 Franken Schnür-chen gekauft. Früher wurde das Geflecht sehr gut bezahlt; mituntererzielte es den doppelten, ja den dreifachen Preis von heute.

Die Strohindnstrie bat ihre Geschichte. Im Kanton Freibnrgwurde dieselbe um das Jahr 1817 eingeführt. Damals machteuian grobes Geflecht mit ungespaltcuen Halmen. Erst später walteteder Spalter seines Amtes und teilte die Röhrchen in Fäden; mitihm hielten die feineren Geflcchtsorten Einzug. Früher hatte Freibnrgmehrere Exportfirmen, während das heute nicht mehr der Fall ist.verschiedene Ausstellungen der Produkte der Strohindnstrie legtenZeugnis ab, das; der Kanton in diesem Zweig menschlicher ThätigkeitBedeutendes leisten kann. Diese Industrie verlangt eine gediegeneFachbildung, Ausdauer unb ein offenes Auge für zeitgemäßenFortschritt.

!). Am Appenzelker Kindchen.

a. Tic Weberei.

Wenn du vom Süutis hcrabsteigst in das Alpenländchcn von?lppenzell, und wenn du die schmucken Häuser betrachtest, mitdein warmen Schindclpanzcr, mit den hohen, hellen Fenstern undden blendend weißen Vorhängen, da möchtest du gleich deinenWandcrstab niederlegen und bei diesen heitern Menschen wohnen.Überall siehst du frische, laufende Brunnen, freundliche Gärtchcn,grüne Wiesen; du könntest denken, es wären lauter Svmmcrhanschen,und die Bewohner seien nur um des Vergnügens willen aus denStädten auf diese sonnigen Hügel gezogen. Und doch sind esßeißige Arbeiter und Arbeiterinnen, die hier wohnen, Musselin-weber und Stickerinnen.

Treten wir in eines dieser schmucken Häuser ein, um den Leutenbei ihrer Arbeit zuzuschauen! Die Thüre steht ja einladend offen;wir werden willkommen sein. Zu ebener Erde ist derWebkeller",ein wohnlicher, kühler Raum, in welchem mehrere Webstühle auf-gestellt sind. Dort sitzt ein emsiges Großmütterchen an der Spule»nd dreht sein Rädchen vom frühen Morgen bis zum späten Abende.Es Hut sich in die Nähe der kleinen, aber hellen Fenster gesetzt,weil seine Augen schon etwas zu dunkeln beginnen, und weil esgenau aufpassen muß, wenn die zarten Baumwvllfäden sich nicht