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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
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daß auch alsdann gemeiniglich das Wetter schön und heiter wird;wenn sie aber nachläßt und gleichsam matt wird, man weiß nichtwarum, so macht sich gewöhnlich ein Regen oder ein Sturmwindoder ein Gewitter bemerkbar. Weil nun das Steigen und Fallendes Quecksilbers einen stärkcrn oder schwächern Druck der Luft an-zeigt, so kündigt es auch zum voraus Sonnenschein und Regenan, wenn nichts dazwischen kommt. Bisweilen täuschen alle Zeichenund Hoffnungen, wie dem Leser wohl bekannt ist. Denn der liebeGott hat auch noch allerlei andere Mittel, um den Wechsel derWitterung zu hindern oder zu fördern, welche er bis jetzt nochniemand geoffenbart hat.

16. Der Wärmemesser oder das Thermometer.

Daß im kalten Januar ein anderes Lüftchen weht, als imwarmen Juli, das hat wohl ein jeder schon gemerkt. Mancherwird nun meinen, es sei schon genug, daß man es merkt, undman brauche davon nichts weiter zu wissen. Fraget aber einmaleinen Gärtner, der ausländische Pflanzen zieht, ob der wohl auchmeint, das lasse sich alles so leicht abmerken, oder es komme aufetwas mehr oder weniger Wärme nicht an. Er wird euch sagen,daß er großen Verlust erleidet, wenn er die Wärme nicht genauabmesse. Macht er seinen Pflanzen im Gewächshause zu warm,so verwelken sie ihm; läßt er es aber zu kalt werden, so können sieihm gar erfrieren. Er muß also einen Wärmemesser haben.

Wie ist aber ein solcher Wärmemesser beschaffen? Er be-steht aus einer Glasröhre, welche sich unten in ein Kügelchen er-weitert; die Röhre ist völlig gerade und nuten nicht umgebogen,wie beim Barometer. Und das Kügelchen ist auch nicht offen,wie dort, sondern völlig geschlossen; das Quecksilber, welches hin-einkommt, würde ja sonst anslaufen. Zuerst taucht man dieseRöhre in schmelzendes Eis hinein, läßt sie eine Zeitlang darinstehen und merkt dann an der Glasröhre an, wie weit darin dasQuecksilber hinabgesunken ist. Diesen Punkt nennt man denEispu nkt.

Hierauf läßt man die Glasröhre allmählich warm werden,stellt Wasser aufs Feuer, erwärmt es bis zur Siedhitze und setztdann die Röhre in das siedende Wasser. Die Wärme dehnt alleKörper aus; die Kälte zieht sie zusammen. Es muß also jetzt imsiedenden Wasser das Quecksilber in der Glasröhre hinaufsteigen.Alan merkt sich nun, wie hoch dasselbe darin steigt, utib der zu-