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neben ihm sprossen die hellblauen Blüten des Immergrün. AusWiesen und Feldern, am Hügel und am Raine, überall wendet dieSchlüsselblume ihre gelben Blütenkclche dem Himmel zu. Wiehüpfen fröhlich die Kinder dazwischen und brechen ganze Händevoll der schönen Blumen! Die größern Mädchen hingegen gehender Dornheckc nach und dem Brombecrgestrünche, wo an trockenenStellen verborgen und bescheiden das Veilchen den lieblichsten Duftverbreitet. Das Hundsveilchen freilich lassen sie fein stehen;denn gerade weil es mit größern und mit Hellern Blüten sich vor-drängt, verliert es mit der Bescheidenheit auch den Wohlgeruch.
Doch das sind nur Vorboten des Frühlings. Erst, wenn derKuckuck ruft, wenn die wiedergekehrten Sänger alle den Wald vonihren Liedern erschallen lassen, dann bricht der Frühling mit Machtdie Knospen, und der Buchenwald entfaltet sein herrlich grünesWetterdach. In seinem Schatten birgt sich das Maiblümchen,und leuchten die rosigen Blüten des Knabenkrautes. An densandigen Ufern des Baches steht purpurfarben der großblätterigeHuflattich; an feuchten Rasenplätzen winken schon von ferne diegoldgelben Dotterblumen, und am Büchlein, welches durch dieWiese rinnt, netzen sich die lieben Vergißuieinnicht. DieMatten sind überdeckt von dem gelben Löwenzahn, aus dessenStielen die Knaben und Mädchen lange Ketten flechten. Schonlängst ist der Weißdorn geschmückt, und blühen an sonnigen Stellendie Erdbeeren. Nunmehr will auch der Kirschbaum nichtzurückbleiben; bald steht er da schneeweiß, wie ei» riesiger Strauß.Seinem Beispiele folgt der Birnbaum. Endlich mischt der Apfel-baum sein Rot dazwischen, und Wiese und Wald und Feld istnur ein großer Blumengarten Gottes.
42. Die Giftpflanzen.
Unter den Pflanzen finden wir mehrere, welche, wenn siegenossen werden, die Gesundheit verderben, ja sogar den martcrvollenTod herbeiführen. Wir nennen sie Giftpflanzen. Das Tiermeidet sie vermöge des sichern Triebes, den Gott in dasselbe gelegthat. Dem Menschen aber hat Gott den Verstand gegeben, daß erdie nützlichen Pflanzen von den schädlichen unterscheiden und so sichvor Schaden bewahren kann. „Allein woran kann ich denn dieGiftpflanzen erkennen?" frägst du, mein junger Freund. „Wie sollich mich vor Vergiftung hüten?" Das ist nicht gar so schwer.Vorerst haben alte Giftpflanzen einen widerlichen, mehr oder weniger