Buch 
Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
Entstehung
Seite
158
JPEG-Download
 

158

Immer muß ich wieder lesen, : Hat die Herde mild geleitet,Les' und weine mich nicht satt, j Die sein Vater ihm verlieh'« iWie der Herr so treu gewesen, ! Hat die Arme ausgebreitet,Wie er uns geliebet hat. j Alle an sein Herz zu zieh'n.

Las; mich knien zu deinen Füße»;

Herr, die Liebe bricht mein Herz!

Laß in Thränen mich zerfließen,

Mich vergeh'« in Wonn' und Schmerz!

5. In einer Dorfkirche.

Zmmcr muß ich sein gedenken,

Immer seiner Huld mich freun,

Immer her die Schritte lenkenZu dem Rirchlein, arm und klein.

M du Münder aller Gnade,

Das der kleine Schrein umschließt!

Ja, in dieser armen LadeMahnt Er, dem das 2111 entfließt.

M des Glückes, das der GlaubeSeiner Gegenwart mich lehrt!

(>) der Manne, die im StaubeMeine Seele schau erfährt!

Seele, und du schaust noch trübeAus die Dinge niederwärts?

Gibt's für dich noch andre Liebe?

Lrdenfreude? Lrdenschmerz?

Sieh, in dieser SilberschaleRuht dein Gatt, dein einzig Gut.

Und du darbst beim reichsten Mahle?

Und du frierst bei höchster Glut?

Auch der kleinen Ampel SchimmerMahnt dich, ganz für ihn zu glüh'n.

Herz, o, säumst du denn nach immer,

Ganz in Flammen zu versprüh'«?