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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
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Dritter Zeitraum.

Die neuere Zeit.

1519-1815.

1. Von der Reformation bis zum zweitenVillmergerkriege.

Religionskriege. 15191712.

33. Beginn der Reformation in Zürich.

Ulrich Zwingli wurde im Jahre 1484 zu Wildhaus im Toggen-burg gebaren. Er bildete sich zum geistlichen Staude Hera». AlsPriester wurde Zwingli zuerst Pfarrer van Glarus, dann Leut-priestcr iu Einsiedelu und endlich Pfarrer in Zürich.

Um diese Zeit kam der Mönch Bernhard Samson aus Ita-lien in die Schweiz. Er mußte im Auftrage des Papstes den Ablaßverkünden, welcher zum Bau der Peterskirche in Rom ausgeschriebenworden war. Da predigte Zwingli heftig gegen den Ablaß. Da-durch brachte er es dahin, daß der Rat von Zürich dem italienischenMönche verbot, das Gebiet der Stadt zu betreten. Durch diesenErfolg ermutigt, fing Zwingli an, die Kirche selbst anzugreifen.Bürgermeister und Rat der Stadt wußte er dadurch für seine Lehrezu gewinnen, daß er ihnen das Recht zusprach, die Güter der Klösterund Kirchen einzuziehen und in Glaubcnssachcn zu entscheiden. (1519.)

Run erließ der Rat von Zürich an die Priester zu Stadt undLand den Befehl,nichts anderes zu lehren, als was sie aus derSchrift beweisen könnten." Da stürmten dieReuglänbigen,"wie die Anhänger Zwinglis genannt wurden, in die Kirchen. Siezerschlugen die Bilder und Altäre, entfernten die kirchlichen Gesäßeund Gewänder und zerstörten die Orgeln. Bvm Rate wurden dieStifte und Klöster aufgehoben, ihre Güter eingezogen, der katho-lische Gottesdienst abgeschafft und dafür dasevangelische Abend-mahl" eingeführt. Diese Neuerung nannte man die Reformation.Wer sich derselben widersetzte, wurde des Landes verwiesen. (1524.)

34. Ausbreitung der Reformation in der östlichen Schweiz.

Weil das religiöse Leben auch im katholischen Volke vielfachabgenommen hatte, breitete sich von Zürich her die neue Lehre immer