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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
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362
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stücke und drei Franken vierzig Rappen Kleingeld. Ich habe ihnmeinem Vater zur sorgfältigen Aufbewahrung übergeben, bis ichdenselben dem rechtmäßigen Eigentümer mit Freuden wieder zu-stellen kann.

Ich verbleibe stets in Liebe ^ ^orsame Schülerin

Karo!ina Weber.

Leipzig, den 24. August 1895.

Liebste Eltern!

Seitdem ich mich von Ihnen entfernte, habe ich verschiedeneSchicksale, gehabt. Zuerst mußte ich vier Wochen lang umherreiscnund konnte nirgends einen Meister finden. Während dieser Zeitmußte ich in Kannstadt vier Tage lang in einem Wirtshanse liegenbleiben, weil ich heftiges Halsweh bekam und bei der anhaltendnaßkalten Witterung nicht Weiterreisen konnte. Endlich habe ichhier in Leipzig Arbeit gefunden. Mein Meister ist ein recht guterund braver Btann, und es scheint mir, er sei mit mir Wohl zu-frieden. Er arbeitet gegenwärtig mit 4 Gesellen, und sein Geschäftgeht recht gut. Ich erhalte 2 Thaler (7 Fr. 50 Rpi) Wochenlohn;ich muß mich aber selbst verpflegen, und da hier alles sehr teuerist, so kann ich freilich jetzt nur wenig ersparen.

Leipzig ist eine recht hübsche und gcwerbthätige Stadt, undich habe bisher die Sonn- und Feiertage damit zugebracht, diemerkwürdigen Gebäude und Anstalten näher kennen zu lernen. Esgefüllt mir hier recht gut, und wenn mir mein Meister auf längereZeit Arbeit gibt, werde ich nicht so bald Weiterreisen.

In der Hoffnung, daß zu Hause alles recht wohl sei, grüßeich Sie, liebste Eltern, meine Geschwister und Verwandte herzlich

Hn ^ Ihr gehorsamster Sohn

Nikolaus.

Nachschrift: Meine Adresse heißt:

Nikolaus Schüler, bei Herrn hl Gnthanscr, Buchbinder,

Wilhelmsgasse M 81, in

Leipzig.

b. Aufgaben.

1. Anna benachrichtigt den Arzt, wie ihre fieberkranke Schwester dieNacht zugebracht habe.