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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Weh, Zürich! so muss er fallen, umsonst liier Mut und Kraft!Er wankt, die Kniee brechen, hin stürzt er riesenhaft.

Weithin erklang die Rüstung, die Brück erdröhnt vorn Schlag,Noch einmal klirrt die Waffe, als schon im Blut er lag.

Des Todes kalte Schauer umdunkeln seinen Blick,

Doch hebt er sich noch einmal, schaut nach der Stadt zurück.Dann sinket er zusammen, sein Feuerauge bricht,

Es ist ein Mann gefallen als Held so klaget nicht.

Th. Sehen'.

59. Auf der Ufenau.

Hier unter diesem Rasengrün,

Wo wir in Jugend stehn,

Da liegt ein Ritter, frei und kühn.

Wie keiner mehr zu sehn.

Er floh herein vorn römschen Reich,

Trug einen Lorbeerkranz,

Das Antlitz zorn- und kummerbleich,

Das Aug voll Sonnengianz!

Und wo die Well den BlumenstrandIn holder Minne küsst,

Warf er sein Schwert auf freies LandUnd rief: »Sei mir gegrüsst!«

In schwere Not sank er dahin,

Zerbrochen das Gebein,

Doch glühte noch sein starker SinnIm Tod wie junger Wein!

Nun weht sein Schatten um uns her,Nun ruft sein Geist uns zu:

»Ich war ein Schiff auf wildem Meer,

Ich kannte keine Ruh!

Ihr wisst, was ich gestritten hab,

Und was gelitten auch!

Doch stieg ich nochmals aus dem Grab,Übt ich den gleichen Brauch.

Die Qual verfliegt, die Sorg ist klein.Nun bin ich unbeschwert!

Die besten Freunde nannt ich mein,

Und fand mich ihrer wert!

Ihr lieben Briider, wagt es nur,

Und acht die Not gering !

Das Elend zeigt die goldne Spur,

Wo sich ein Held erging.«