Buch 
Johr-y - Johr-us : Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Solothurn : drittes Schuljahr / bearb. im Auftr. des Erziehungs-Departementes, unter Mitwirkung der Solothurnischen Lehrmittelkommission, von Leo Weber und Josef Reinhart
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Glöckchen, und wenn jemand seinen Weg kreuzt,so klingelt er. Er warnt uns. Er hat Furcht, jemandzu verletzen oder gar zu überfahren.

Ja, nun wird das Menschengedränge zu dicht,nun muss der Radfahrer absteigen. Nun führt ersein Zweirad mit der Hand neben sich her. Er lachtdabei und denkt:Muss ich dich auch führen, meinliebes Zweirad, so brauche ich dich doch nicht zufüttern, wie der Kutscher dort auf dem Platz seinePferde füttert. Jetzt ist Raum geworden. Raschschwingt sich der Radfahrer wieder auf sein Radund fährt schnell dahin. Es geht weich und sanft.

Die Räder sind mit einem Gummischlauch ein-gefasst. Im Schlauch ist Luft.Nein, ich freue mich,dass ich kein Fussgänger bin, denkt der Radfahrer.Pff! macht es plötzlich! O weh! o weh! Wasist geschehen? Der Gummischlauch ist geplatzt, dieLuft ist aus dem Schlauch entwichen! Das kommtvon der alten Glasscherbe her, die auf dem Fahrwegliegt. Die Scherbe hat den Schlauch zerschnitten.Armer Radfahrer, was machst du jetzt? Wieder ister abgestiegen, wieder führt er sein stählernes Pferdam Zügel. Aber das Pferd ist jetzt krank, und derRadfahrer macht ein langes Gesicht. Nun muss ersich eine ruhige Strasse suchen und sein Zweiradflicken.Siehst du, sagt der Fussgänger,jetzt lachstdu mich nicht mehr aus! Jetzt lauf ich an dir vorbei!

Klinglingling! tönt es hinter dem Fussgänger.Schon wieder ein Radfahrer? Ja, aber diesmalists ein Dreirad, das daherkommt, und darauf sitztein Hausknecht mit einem schweren Koffer. Demgefällt das Dreirad sehr, das gute Dreirad, das nichtnur den schweren Koffer, sondern noch ihn selberschleppt! Wem sollte es nicht gefallen ? Ilse Frapan.