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trinken. Aber er kann nicht erst darum nach Ame-rika reisen und den Kaffee im Schiffe heriiberholen,das tut für ihn der Schiffskapitän. Der Schiffs-kapitän kann den Kaffee nicht selber verkaufen, dastut der Grosskaufmann im grossen. Aber wenn manein halbes Pfund Kaffee kaufen will, so geht mandoch nicht zum Grosskaufmann, sondern zum Krä-mer. Denn vom Grosskaufmann hat der Krämerden Kaffee gekauft und sich einen Laden gemietet,wo er den Kaffee im kleinen wieder verkauft. DerGrosskaufmann will Brot zum Kaffee essen, dakommt der Brotträger und bringt es ihm ins Haus.Hat der Brotträger die Brote gebacken? Nein, dashat der Bäcker getan. Der Bäcker möchte gerneeine Wurst, aber im Backofen gibt es keine. Erschickt zum Metzger. Der Metzger kauft die Ochsen,Kälber und Schweine beim Bauern, der sie aufge-zogen hat. Der Bauer braucht eiserne Werkzeuge,um die Erde locker zu machen, Pflug und Egge. Erkann diese Werkzeuge nicht selber machen, er mussdeshalb zum Schmied gehen. Der Schmied, derBauer, der Kaufmann und alle anderen Leute habenKinder. Die Kinder müssen unterrichtet werden.Die Eltern verstehen es nicht so gut und haben auchkeine Zeit dazu. Aber Zeit haben der Lehrer unddie Lehrerin. So kommen die Kinder in die Schule.
Alle, alle Menschen helfen einander. Dazu sindsie da. Alle, alle sind Brüder und Schwestern, dieeinander helfen und lieben sollen. Ilse Frapan.
76. Der Schuhmacher auf der Stör.
Viel Abwechslung und Kurzweil für uns Kinderbrachten die Handwerker in unser väterliches Haus.Am Herbstmarkt trug der Vater eine schwere Rolle