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liess die Peitsche knallen. So Hott war der Schimmelden ganzen Tag noch nicht gelaufen; auch er wusste:„Es ist Feierabend, bald kriege ich mein Abendfutterund kann dann die ganze Nacht ausruhen undschlafen."
Auch die Vögel in Wald und Flur rüsteten sichmit der sinkenden Sonne zur Nachtruh. Das Rot-kehlchen im Haselbusch sang müde vor sich hin:„Schnidderigg tigg — schnidderigg tigg, höchste Zeitins Nest zu gehn.“ Halb hüpfend, halb fliegendeilte es durch die Zweige seinem Nest zu, wo vierjunge Vögelchen sehnsüchtig seiner harrten, die Kin-der unseres Rotkehlchens. Piepend krochen sie derMutter unter die aufgeplusterte Federbrust. So ge-schützt, werden sie es die ganze Nacht schön warmhaben.
Auf dem Huberhof krähte der Hahn: „Kickericki,ihr Hühner flink zu Bett!“ Folgsam hüpften dieHennen die Hühnerleiter hinauf und krochen durchdas Türchen in den Hühnerstall. Als alle in ihremSchlafkämmerchen waren, krähte müde der Hahn,für heute zum letztenmal: „Ki—ke—ri—ki; guteNacht, ihr Griindorfer,“ und flog gähnend auf seineSchlafstange. Sorgsam schloss die Bäuerin die Türdes Hühnerstalls zu. —
Gleichzeitig mit der Turmuhr in Gründorf ver-kündeten alle die andern Turmglocken in der Rundeund die vielen Wanduhren in den Stuben die sie-bente Abendstunde. Überall schlugen die Uhren sie-benmal: in Stadt und Dorf, im Forsthaus, im Lehrer-haus wie im Bauernhaus. Alle Menschen hörten denKlang gern und freuten sich über den Feierabend.Der Schneider legte Nadel und Zwirn beiseite undkletterte herunter von seinem Arbeitstisch. Der