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deckte sich das Gesicht mit beiden Händen. In seiner Nähe riefein Knabe: Zu Hilfe! zu Hilfe! — Sofort eilten von allenSeiten Leute herbei. Ein Schneeball hatte ihn ins Auge ge-troffen. Die Knaben stoben pfeilgeschwind nach allen Seitenauseinander.
Ich stand vor dem Laden des Buchhändlers, wo meinVater eingetreten war und sah mehrere meiner Kameradeneiligen Laufes herankommen, welche sich in meiner Näheunter die andern mischten, als ob sie die Schaufenster betrach-ten wollten. Da war Earrone mit seinem gewohnten StückBrot in der Tasche, Coretti, das Maurermeisterlein und Ea-roffj, der Markensammler. Indessen hatte sich eine MengeVolkes um den Greis geschart, und eine Wache und andereLeute liefen da und dorthin, drohend und rufend: Wer ists?Wer ists gewesen! Bist du es? Sagt, wer es gewesen ist!Und sie besahen den Knaben die Hände, ob sie vom Schneenutz seien. Earoffi stand neben mir. Ich bemerkte, daß eram ganzen Leibe zitterte und totenblaß war. Wer ists?
; Wer ist es gewesen — riefen die Leute noch immer. Nun hörteich, wie Carrone leise zu Earoffi sagte: Auf, geh und stelledich; es wäre eine Feigheit, einen andern ergreifen zu lassen.
- Aber ich habe es nicht absichtlich getan, antwortete Earoffi,zitternd wie Espenlaub. — Ist gleichgiltig, tu deine Pflicht!
' antwortete Earrone. — Aber ich habe den Mut nicht! —Fasse Mut, komm, ich begleite dich. — Alles schrie immerfortlaut: Wer ists? Wer ist es gewesen? Sie haben ihm ein Bril-lenglas ins Auge geschlagen! Sie haben ihn geblendet! DieSchurken! — Ich glaubte, Earoffi wolle in die Erde versinken.
- Komm, sagte Earrone entschlossen zu ihm, ich verteidigedich, ergriff ihn beim Arm, zog ihn vorwärts, während er ihnzugleich wie einen Kranken unterstützte.
Die Leute sahen es, verstanden sofort, was das bedeute,und mehrere eilten mit erhobenen Fäusten herbei. Aber Ear-wne stellte sich dazwischen und rief: Was? zehn Männergegen einen Knaben? — Nun ließen jene ab, und ein Schutz-mann nahm Earoffi bei der Hand und führte ihn, sich eineDasse durch die Menge bahnend, in den Laden eines Teig-warenhändlers, wohin sie den Verwundeten gebracht hatten.
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