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Die Not der Glarner. Für die Glarner war dieWeesener Mordnacht ein Fingerzeig, dass der nächste An-griff der Österreicher ihnen gelte. In der Tat lies HerzogAlbrecht IN., der Bruder des bei Sempach gefallenen Leopold,in Weesen ein Heer sammeln, um ins Glarnerland einzu-fallen, Er selber aber kam nicht ins Land, sondern über-trug die Leitung des Kriegszuges den Grafen von Toggen-burg und von Zargans. Deshalb stammte auch der grössteTeil des gesammelten Heeres aus dem Toggenburg, demWerdenberg und dem Sarganserland; dazu kamen nochMannschaften aus dem Thurgau, dem Vorarlberg und ausden Städten Rapperswil und Winterthur.
Den Glarnern wurde es bange; sie konnten den paartausend Mann nur einige hundert entgegenstellen. Siesandten darum Boten zu den Eidgenossen und baten umHilfe. Die Eidgenossen aus den Waldstätten zogen auchsofort aus, um den Glarnern zu helfen. Aber unterwegswurden sie andern Sinnes. Sie meinten, die Gefahr derGlarner sei nicht so gross, und die Österreicher könntenihren Angriffsplan ändern und gegen Zürich oder Luzernziehen. Sie kehrten heim und liessen die Glarner im Stich.
In dieser Not suchten sich die Glarner mit dem Herzogzu vergleichen. Sie sandten Boten zu der österreichischenRegierung und fragten an, um welchen Preis der Herzogmit ihnen Frieden machen würde. Aber die österreichischenRäte stellten ihnen gar harte Bedingungen. Die Glarnersollten unter die österreichische Herrschaft zurückkehren,auf ihre bisherigen Rechte und Freiheiten verzichten unddem Bündnis mit .den Eidgenossen für ewige Zeiten ent-sagen. Darauf wollten die Glarner nicht eingehen. Siesagten: „Lieber wollen wir es auf den Kampf ankommenlassen, als uns zu so harten Bedingungen unterwerfen;denn schlimmer kann es uns ja nicht ergehen, auch wennwir den Krieg verlieren.“ Und sie schickten abermals