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Lesebuch für das fünfte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorl. der kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate
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ganzen Fuss einer jungen Ziege. Die Knochen warenvorn Magensaft schon ganz durchlöchert, die halb ver-dauten Reste in den Gedärmen sogar ganz mürbe undkalkig aufgeweicht. Ein anderer Geiermagen enthielt einlanges Rippenstück eines Fuchses, einen ganzen Fuchs-schwanz, den Hinterschenkel und Lauf eines Hasen, mehrereSchulterknochen und einen Ballen Haare. Von der grösstenGeiermahlzeit aber wies der Naturforscher Dr. SchinzÜberreste nach; er fand in einem von ihm selbst zerlegtenVogel den grossen Hüftknochen einer Kuh, ein Gemsen-schienbein, ein Gemsenrippstück, viele kleinere Knochen,Haare und die Klauen eines Birkhahns. Diese Tiere warenalso alle nacheinander gejagt und verschlungen worden.

mam.

Der Maulwurf. Johann Peter Hebel.

Unter allen Säugetieren ist der Maulwurf das einzige,das seiner Nahrung nur in dunkeln Gängen unter derErde nachgeht.

Und an dem einen ists zuviel, wird mancher sagen,der an seine Felder und Wiesen denkt, wie sie mit Maul-wurfshügeln bedeckt sind, wie der Boden zerwühlt unddurchlöchert wird, wie die Gewächse oben absterben, wenndas heimtückische Tier unten an den Wurzeln weidet.

Nun, so wollen wir denn Gericht halten über den Misse-täter. Wahr ist es und nicht zu leugnen, dass er durchseine unterirdischen Gänge den Boden durchwühlt undihm etwas von seiner Festigkeit raubt. Wahr ist es ferner,dass durch die herausgestossenen Grundhaufen viel frucht-bares Land bedeckt und die darunter liegenden Keime imWachstum gehindert, ja erstickt werden können. Dafür