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Aber zur vollen Reife sind unsere Maiskolben dochnicht gekommen. Die Rheintaler wissen das Geheimnis.Auch bei ihnen vermag die Sommersonne die Maiskörnernicht zu reifen. Erst der Herbstföhn bringt es fertig undauch er nicht jedes Jahr. Der Mais ist eben ein Fremdlingunter unsern Heimatgewächsen. Er stammt aus einemsüdlicheren Land, wo grössere Wärme und Feuchtigkeitzusammen ihn jährlich sicher ausreifen. Nicht umsonstheisst man ihn bei uns Türken. Aus dem Lande derTürken am Mittelmeer ist er zu uns verpflanzt worden,weil er so grosse, nahrhafte Körner trägt.
W.SCH
Mi
/v:
Die wilden Enten. Hermann Wagner.
Auf dem grossen Teiche schwimmt lustiges Enten-volk. Der alte Enterich mit dem schönen blaugrünen Kopfund den blauen Spiegelfedern auf den Flügeln rudert voran,die braunen Enten und das ganze übrige Volk hinterdrein.
Ihre Nester haben sie auf den kleinen Schilfinselchenmitten im Teiche angelegt. Dorthin kann der Fuchs nicht,der gar zu gern die alten Vogel samt den Eiern verzehrenmöchte. Sie hüten sich auch, dem Ufer zu nahe zu kommen;