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gar zugrunde gegangen. Nun schwimmt der schöne Fischim Brunnentrog und kann betrachtet werden, so gut esbei den Hinken Wendungen der gewandten Schwimmerinmöglich ist.
Wie ein Pfeil fährt die schlanke Gestalt durch dieFlut. Nichts hindert die Bewegung, keine Ohrmuscheln,keine Augenlider, keine Beine, kein Haarkleid. Vorn Maulbis zum Schwanz verläuft der Leib in ruhig schönen Bogen-linien, bedeckt vorn glatten Schuppengewand. Wie ohneMühe schlüpft er durchs Wasser. Nur mit leichtem Druckder grossen Schwanzflossen treibt sie sich vorwärts. AlleFlossen und Flossenpaare sind so gestellt, dass sie dasWasser durchschneiden, die Rücken- und Schwanzflossesenkrecht, die Brust-, Bauch- und Afterflossen hingegenschräg, fast wagrecht. Sie halten den hohen, schmalenLeib aufrecht, dass er nicht seitwärts flach sich legt. Be-ständig stossen sie schräg nach unten; darum stehen sieauch unten seitlich am schlanken Körper, fast wie Fuss-paare. Auch beim Höher- und Tieferfauchen steuern undrudern sie. Das wirksamste Steuer und Ruder aber istdoch die stattliche Schwanzflosse. Wie schön doch all dieFlossenformen sind, wie edel auch jede Wendung undBiegung des wunderbaren Tauchbootes! Die zierlich ge-stalteten Schuppen rings daran schimmern im buntestenPerlmutterglanz, und rote Punkte zieren die hellen Flankenin langen Reihen. So übertrifft die Forelle in Gestalt, Ge-wand und Bewegung alle Fische unserer Heimatan Schönheit.
Dass ihr Maul beständig und unermüdlich Wasserschöpft, tut die Forelle so wenig aus Durst wie alle andernFische. Sieh, wie hinter den grossen Augen die grossenDeckel sich heben und senken. Dort Hiesst das Wasser