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Lesebuch für das vierte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der Kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate des Kantons St. Gallen
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puppen sich. 3m nächsten Frühling Kriechen vollkommene Mai-käfer qus den Puppen. Sie bohren sich runde Löcher undsteigen an die Erdoberfläche empor.

Die Kinder freuen sich, wenn der Maikäfer erscheint, undjagen ihm nach, wenn er an warmen Abenden durch die Luftschwirrt. Sie spielen gerne mit dem schlimmen Gesellen. AmMorgen, wenn er von der Nachtkälte starr geworden ist, schüttelnsie ihn von den Bäumen. Sie erwärmen ihn mit dem Haucheihres Mundes und lassen ihn an einem Finger emporklettern.Bald breitet er seine Flügel aus und fliegt davon.

Nach Heinemann.

120. Iie Schnecke.

Woher haben nur die Schnecken ihr niedliches Haus? Latzdir's erzählen. Die alte Schnecke legt viele kleine Eier in den

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Moosrasen. Die Sonne brütet die Eier aus, und aus jedemkriecht ein winziges Schnecklein mit einem kleinen Häuschen aufdem Rücken. Aber das Haus wird der Schnecke bald zu klein.Da streckt sie ihre zwei Äuglein bedächtig aus; die stehen aufStielen. Sie schaut sich nach Nahrung um und kriecht zum saftigenRasen. In ihrem Munde besitzt sie zwei kleine Zähne; damitbeitzt sie die weichen Blätter ab und verzehrt sie. In ihremKörper verwandeln sich diese in einen glänzenden Schleim; damithält sie sich fest, wenn sie kriecht. Aus diesem Schleime bautsie sich auch ein neues, größeres Häuslein, allmählich einen Ringnach dem andern, bis eine neue Wohnung fertig ist. Niemand