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Hab ich nun in diesen Stundenwahres Glück bei dir gefunden?
Haß und Unrecht, spät und früh,
Jagd und Markt und Drang und Müh,höchstes Gut, das mir geboren:
Hätt' die Seele bald verloren.
Einsam, öd ist's um mich her,habe keine Heimat mehr.
(Sinkt traurig am Wege nieder.)
(Man hört ein Lied aus der Entfernung:)
Traute Heimat meiner Lieben!
Sinn ich still an dich zurück,wird mir wohl, und dennoch trübenSehnsuchtstränen meinen Blick.
Der Wanderbursch (horcht auf und folgt dem Gesang):
Los, was ghöri für nes Lied!
O, wie das mi zuenem zieht!
(Hört weiter.)
Mein, setz heigi wieder gfunde,was i gsuecht i hundert Stunde.
(Die Heimat erscheint, erfreut):
Eh, so bisch du wieder do?
Ha ders gseit, wärdsch wieder cho!
Chunnsch au zrugg mit graue Hoore,meinsch, du heigsch dys Glück verlöre,bisch gottwilche, nie ischs z'spot,wo ne Bursch i d'Heimet goht.
(Sie reicht ihm die Hand.)
Was verlöre, will der bringe,wott di wieder lehre singe.
(Sie hilft ihm auf und tritt hervor; sie singen zu zweienein Heimatlied.)
Die Schulkinder gruppieren sich hinter die Beiden und singen die letzteStrophe des Liedes.
Ende.