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Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Solothurn : fünftes Schuljahr / bearb. im Auftr. des Erziehungs-Departementes durch die kantonale Lehrmittelkommission
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Wie Traube und Ähre sind die braunen Tannzapfendie Fruchtbüschel oder die Fruchtstände. Die Schuppe mitden zwei geflügelten Samen ist die einzelne Frucht. Denktan den Löwenzahn! Dann merkt ihr, wozu die Flügelchendienen und wer der Sämann ist, selbst auf den abgelegenenFelsen droben.

Aus zwei kleinen Blütenzäpfchen ist der Tannzapfenhervorgegangen. Fast drei Jahre hat er zum Wachsen undReifen gebraucht. Darum trägt er jetzt auch so viele Samen,für deren Verbreitung wunderbar gesorgt ist. Die kleinenBlütenzäpfchen werden häufig übersehen. Zwei Arten sindes: Wie rötliche Weihnachtskerzen stehen die Samenzäpfchenauf den kurzen Zweigen. Unter den losen Schuppen habtihr die zwei Samenknospen bemerkt. Da brauchtet ihr keinMesser, um sie frei zu legen; sie sind nicht eingeschlossenwie diejenigen der Apfelblüte im Fruchtknoten. Ein Wind-stoß trägt ihnen zur Bestäubung sicher auch einige Pollen-körner aus den kleinen Staubzäpfchen zu. Diese, ganz außenan den Zweiglein hängend, haben anfangs auch ein röt-liches Aussehen. Durch die Staubmasse unter den spitzigenSchüppchen werden sie aber später gelb; nach der Staub-abgabe verdorren sie. Die Blütenzäpfchen sind duftlos undbergen keinen Honig.

Dagegen verbreiten Rinde und Nadeln den bekanntenHarzduft. Wird der Stamm oder ein Ast verletzt, so fließtdas klebrige, Ölreiche Harz hervor, verschließt die Stelle,und rasch vernarbt die Wunde (Terpentinöl). Wenn man denStamm zersägt und spaltet, trifft man das Harz im Innernoft angesammelt. Zugleich kommen die Jahrringe zum Vor-schein, an deren Zahl man das Alter des Baumes ab-schätzen kann.

Alle Teile der Rottanne werden vorn Menschen ver-wertet; aus den Brettern werden seine erste und letzte Ruhe-stätte gemacht. Mit Sorgfalt wird daher das junge Bäumchengepflegt und auch der erwachsene Baum gegen die Feindegeschützt.