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Und weiter geht er die Straßen entlang,benetzt von Thauen die bleiche Wang’.
I)a wankt von der Kirche sein Mütterchen her.
„Gott grüß’ Euch!“ so spricht er und sonst nichts mehr,
Doch siehe, das Mütterchen schluchzt vor Lust:„Mein Sohn!“ und sinkt an des Burschen Brust.
Wie sehr auch die Sonne sein Antlitz verbrannt,das Mutteraug’ hat ihn doch gleich erkannt. vogi.
148. Der Löwe zu Florenz.
„Der Löw’ ist los, der Löw’ ist frei;die ehernen Bande riß er entzwei!
Zurück, daß ihr den vergeblichen Mutnicht schrecklich büßt mit dem eigenen Blut!“
Und jeder suchte mit scheuer Eil’in des Hauses Innern Schutz und Heil;auf Markt und Straßen all’ umherward’s plötzlich still und menschenleer.
Ein Kindlein nur, sein’ unbewußt,verloren in des Spieles Lust,fern von der sorglichen Mutter Hand,saß auf dem Markt am Brunnenrand.
Wohl viele sali’n von oben herab;sie schauten geöffnet des Kindleins Grab;sie rangen die Hände und weinten sehrund blickten um Hilfe bang umher.
Doch keiner wagte, das eigene Lebenum des fremden willen dahinzugehen;denn schon verkündet ein nahes Gebrülldas Verderben, das jedermann meiden will.
Und schon mit der rollenden Augen Gluterlechzet der Löwe des Kindes Blut;ja schon erhebt er die grimmigen Klau’n.
0, qualvoll, herzzerreißend zu schau’n!
So rettet nichts das zarte Leben,dem gräßlichsten Tode dahingegeben ?
Da plötzlich stürzet aus jenem Hausmit fliegenden Haaren ein Weib heraus.