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g au, Buchsgau, Waadt und Wallis. Im Namen desKaisers wurden dieselben von Statthaltern, Grafen genannt, ver-waltet. Dem Kaiser wird anch die Gründung einer Schule in Zürichzugeschrieben. Auch soll er den Männern aus Luzern und den Wald-stätten für geleistete Kriegsdienste jene silberbeschlagenen Harsthörnergeschenkt haben, mit denen in den spätern Schweizerschlachten so oftder Feind in Schrecken gejagt wurde.
4. Helvetien unter den Zähringcr».
Einige Jahre nach dem Tode Karls des Großen löste sichdas fränkische Reich in mehrere kleinere Reiche auf. Dabei wurdeHelvetien geteilt. Der östliche oder deutsche Teil kam an Deutsch-land, der westliche oder französische Teil hingegen an das König-reich Neubnrgund. Dazu gehörte auch das Gebiet unseres Kan-tons; ja, Solothurn war sogar eine Residenzstadt der burgundischenKönige.
Der berühmteste derselben war Rudolf II. Dieser regiertein vorzüglicher Weise. Nach seinem frühen Tode setzte seine Ge-mahlin Bertha in gleicher Weise die Regierung fort. Wie eineliebevolle Mutter sorgte sie für das Wohl des Landes und dasGlück der Unterthanen. In reichem Maße unterstützte sie besondersdie Armen und Unglücklichen. Sie stiftete Schulen, Kirchen undSpitäler. In Solothurn, wo sie öfters weilte, ließ sie eine größereSt. Ursuskirche aufführen und die Stadt mit Graben, Ringmauernund Türmen umgeben.
Beim Tode des letzten Königs von Neuburgund fiel 1032auch das westliche Helvetien an Deutschland, so daß nun ganzHelvetien zu dem deutschen Reich gehörte. Dies war der Fall biszum Schwabenkrieg. Einige Zeit ließ der deutsche Kaiser Helvetiendurch den Herzog von Schwaben, Rudolf von Rheinfeldenverwalten. Nach dessen Tode regierten unter deutscher Oberherr-schaft über 100 Jahre die Herzoge von Zähringen unser Land.Dieselben gründeten mehrere Städte, darunter Freiburg undBern.
Während ihrer Herrschaft erwarben allmählich die Bischöfe undÄbte der Klöster verschiedene Ländergebiete und wurden dadurchFürstbischöfe und Fürstäbte. Daneben entstanden zahlreiche Ritter-,Freiherren- und Grasengeschlechter, die ebenfalls Land und Leuteerwarben und über sie herrschten. Dazu kamen beim Aussterbender Zähringer 1218 mehrere freie Reichsstädte, wie Zürich,Bern, Solothurn u. a. Infolge dieser Verhältnisse bildete da-