weis, dass er sich keiner Arbeit schämte, ist unter anderem der,dass man ihn in der Regel selbst sein Papier in den Laden karrensah. Ein unsterbliches Verdienst um seine Landsleute erwarb ersich dadurch, dass er eine grossartige Bibliothek errichtete, wo-durch er die Bildung Nordamerikas unendlich gefordert hat. —Hauche Menschen schaffen und leisten so viel, dass man über dieMenge ihrer Werke noch nach .Jahrhunderten staunt. Zu diesenMenschen gehört Franklin, welchem spätere Geschlechter ebensowenig, als das von heute und gestern, ihre Bewunderung versagenwerden. Dass er aber so viel zustande brachte, daran liegt derGrund nicht nur in seinem raschen und unermüdlichen, sondernauch in seinem ordnungsmässigen Arbeiten.
Franklin war 17.% Sekretär der Generalversammlung vonPennsylvanien geworden und wurde später zum Vertreter der StadtPhiladelphia gewählt. Wie fleissig er seinen Studien oblag, habeich bereits angeführt; daneben versäumte er nichts in den Ge-schäften, welche ihm das tägliche Brot verschafften. Er gab eineMenge kleiner Schriften heraus, widmete einen Teil seiner Zeitden öffentlichen Schulen, brachte die Einrichtung eines Kranken-hospitals zustande und ward durch dies alles und anderes mehrein unvergeßlicher Wohltäter seiner Mitbürger. Seit 1753 ver-waltete er das wichtige Amt eines Generalpostmeisters und erlangtedurch diese Stellung eine besondere Bedeutsamkeit in politischerHinsicht. Bei den immer mehr hervortretenden Misshelligkeitenzwischen den Nordamerikanern und dem Mutterlande machte erden Vermittler und bewährte dabei vorzüglich seine gerühmteRechtschaffenheit und Unparteilichkeit.
Durch vielfache Bedrückungen hatte sich England bei dennordainerikanischen Pflanzerstaaten verhasst gemacht. Diese durftenfast nur mit dem Mutterlande Handel treiben, und damit sie ge-zwungen blieben, ihre Bedürfnisse aus England zu beziehen, sowurden sie an der Errichtung eigener Fabriken und Manufak-turen vielfach gehindert. Das erbitterte und erzeugte den un-sittlichen Schleichhandel. Als aber 1704 und 1735 zwei neue,höchst drückende Verordnungen erschienen, gerieten die Kolo-nien über das herrische Verfahren der Engländer, die wie tyran-nische Vater gegen unmündige Kinder sich geberdeten, in völligeGärung. Vergebens warf sich Franklin zum Verteidiger seinerLandsleute auf; vergebens suchte er die englischen Minister zueinem milderen und gerechteren Verfahren gegen die amerika-